Foto: “Szene aus dem Hinspiel: Die Schöneicher Benno Hartung und Sebastian Grösch (v.l.) im Block gegen Malte Rose vom Eimsbütteler TV.” (Maximilian Franz)

Schöneicher Volleyballer gewinnen beim ETV Hamburg mit 3:1

(Bert Körber) Mit einem 3:1 (18:25, 25:23, 25:18, 25:21) –Auswärtserfolg beim Eimsbütteler TV in Hamburg haben die Volleyballer der TSGL Schöneiche am Samstagabend das Hinspiel-Ergebnis wiederholt und damit das Tor zum Klassenerhalt in der Dritten Liga Nord ganz weit aufgestoßen. Mit ihrem siebenten Saisonsieg und nunmehr 21 Punkten verbesserte sich die Mannschaft von Trainer Peter Schwarz zwischenzeitlich auf den 5. Tabellenplatz und kann somit den noch ausstehenden vier Partien schon wesentlich gelassener, als noch vor wenigen Wochen entgegensehen.
Bevor dieser erfreuliche Auswärtssieg bejubelt werden konnte, hatten die Gäste um Kapitän Lucas Grofe jedoch in 90 intensiven Spielminuten den harten Widerstand der abstiegsbedrohten Hausherren zu brechen, die von ihrer “Trainerlegende” Michael Mücke offensichtlich sehr gut auf dieses für beide Seiten enorm wichtige Duell eingestellt wurden. Bei seinem Pendant Peter Schwarz standen – wie fast über die ganze bisherige Saison – abermals nur 9 einsatzfähige Spieler auf dem Protokoll, so dass sich seine Mannschaft zu Beginn quasi wieder von selbst aufstellte. Mit dem 17-jährigen Erik Witt und dem 19-jährigen Lennart Salabarria standen ihm lediglich zwei Wechseloptionen zur Verfügung, wobei letzterer im Verlaufe des Spiels aber noch auf ungewöhnliche und spektakuläre Weise auf sich aufmerksam machen sollte.
Zunächst gaben die Gäste aber den ersten Satz nach anfänglicher 3:0 –Führung noch recht deutlich mit 18:25 ab und auch im zweiten Durchgang sahen die Eimsbütteler beim 20:16 schon wie der sichere Sieger aus. Schwarz reagierte und schickte fast schon aus Verzweiflung den etatmäßigen Zuspieler Salabarria für Benno Hartung auf der wichtigen Diagonalangreifer-Position auf´s Feld. Dieser Wechsel sollte sich im Nachhinein aber als absoluter Glücksgriff erweisen. Denn das junge Schöneicher Eigengewächs zeigte in der Folge, dass er ein nahezu kompletter Volleyballer ist und spielte so erfrischend und mutig auf, dass man den Eindruck hatte, er hätte nie auf einer anderen Position auf dem Parkett gestanden. Von dieser vorbildlichen Einstellung ließen sich sofort auch seine Teamkameraden mitreißen und fanden zum Glück noch rechtzeitig über den sprichwörtlichen Kampf um jeden Ball zurück in´s Spiel.
Mit 25:23 ging der zweite Satz dann doch noch an die Schöneicher und von da an war es – auch wenn die zunächst konsternierten Gastgeber sich zu keinem Zeitpunkt aufgaben und weiterhin ihren Anteil an einem spannendem Volleyballspiel hatten – fast schon ein Selbstläufer. Angeführt von ihrem erfahrenen Zuspieler Marcus Steck, der nach dem Spiel zu Recht zum wiederholten Mal zum wertvollsten Spieler seiner Mannschaft geehrt wurde, konnten die Gäste und ihre mitgereisten Fans am Ende einen verdienten und immens wichtigen Auswärtssieg bejubeln. Nach einer einwöchigen Spielpause könnte die TSGL nun im nächsten Heimspiel am 17.02. gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten Oststeinbeker SV nach Lage der Dinge den Sack zumachen und mit einem Sieg nach einer schwierigen Saison mit Höhen und Tiefen endgültig für ein weiteres Jahr in der Dritten Liga planen.
TSGL Schöneiche: Lucas Grofe (C), Marcus Steck (MVP), Lennart Salabarria, Benno Hartung, Dustin Ruf, Sebastian Grösch, Pascal Christiani, Lukas Hauser, Erik Witt
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Redaktion Schöneiche Online