Als äußerst umstritten hat sich der geplante Umzug des Aldi-Supermarkts in Schöneiche bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter erwiesen. Sowohl der Bebauungsplan als auch das Planungskonzept für eine Erschließungsstraße fanden bei den Abgeordneten nur knappe Mehrheiten.

Der Discounter will seinen jetzigen Standort im Einkaufszentrum nördlich der Schöneicher/Kalkberger Straße verlassen und in einen Neubau auf der anderen Straßenseite einziehen. Für den neuen Markt soll die Woltersdorfer Straße einen Anschluss an die Berliner Straße erhalten; das jetzige Absperrgitter soll weg. Im Gegenzug soll die Woltersdorfer Straße von der Kalkberger Straße abgetrennt werden. Unter anderem dieses Verkehrskonzept war umstritten. Johannes Kirchner, der Fraktionsvorsitzende von Feuerwehr/Neues Forum/Grüne, äußerte aus Gründen des Umweltschutzes offen seine Ablehnung. Peter Meyer (CDU/FDP) befürchtete Verkehrsprobleme. Für das Planungskonzept stimmten schließlich elf der 21 anwesenden Gemeindevertreter. Demgegenüber standen neun Gegenstimmen und eine Enthaltung.

Ähnlich umstritten war der Bebauungsplan. Bürgermeister Heinrich Jüttner (parteilos) erläuterte, geplant sei an der Ecke Berliner Straße/Woltersdorfer Straße keine „klassische Discounter-Architektur“, sondern ein Gebäude mit einem begrünten Pultdach. Die CDU/FDP-Fraktion stellte den Antrag, namentlich abzustimmen. Ergebnis war ein 12:7 für den Bebauungsplan bei zwei Enthaltungen.

Zuvor waren die Aldi-Pläne bereits in den Fachausschüssen kontrovers diskutiert worden. Unter anderem wurde die Befürchtung laut, die Räume des jetzigen Aldi-Markts könnten nach dem Umzug leerstehen. Bürgermeister Jüttner sagte, angeblich habe Aldi bereits einen Interessenten als Nachmieter. Er verwies darauf, dass der Discounter für seine Filialen Vorgaben bezüglich der Größe habe. Wenn der Neubau nicht komme, bestehe die Gefahr, dass Aldi dennoch sein jetziges Geschäft schließe und sich ganz aus Schöneiche zurückziehe.

Quelle: www.moz.de Autor: Bernhard Schwiete

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