Auch 2016 war für Schöneiche wieder ein ereignisreiches Jahr. Vom Neujahrsempfang, Verkehrschaos, Stoffbeuteln und Musikfest lesen Sie hier im ersten Teil von unserem Jahresrückblick:

Beim Neujahrsempfang der Gemeinde hielten Heinrich Jüttner (parteilos) und Erich Lorenzen (Linke) ihre traditionellen Reden. Während Bürgermeister Jüttner eher wieder versöhnliche Töne anschlug und positiv in die Zukunft schaute, teilte Lorenzen kräftig aus. Volkswagen, die Luftverschmutzung, Terror in Europa, Krise und Griechenland und auch die Flüchtlingskrise waren Themen in der Rede des Vorsitzenden der Gemeindevertretung.

Der Jugendbeirat verteilte fast 1000 Stoffbeutel um die bösen Plastiktüten zu ersetzen. Die meisten Beutel konnten beim Heimatfest verteilt werden. Gerüchten zufolge, gibt es noch eine handvoll Beutel, die der Beiratssprecher auf Nachfrage abgibt.

2016 war für die Schöneicher Pendler ein Jahr überschattet von einem gigantischen Verkehrschaos. Von März bis Dezember war die Durchfahrt am Bahnhof Friedrichshagen gesperrt. Dazu kommt noch eine andauernde Sperrung an der B1, die viele Autofahrer ärgerte. Einige versuchten sich mit einem Schleichweg von Schöneiche nach Münchehofe zu begeben, was der Gemeindeverwaltung allerdings nicht gefiel, die die Straße mit Panzersperren zumachen ließ. An der S-Bahnstrecke S3 wurde sehr oft gebaut und gebastelt. Die Friedrichshagener können sich jetzt wenigstens über Lärmschutzwände freuen. Die Pendler durften dafür öfter versuchen mit Bussen in die Stadt zu kommen. Wenigstens gab es dieses Jahr keine großen Streiks im Nahverkehr.

Seit September 2015 gibt Schöneiche Flüchtlingen eine neue Heimat. In der ehemaligen Bürgelschule, der Krummenseestraße und im alten Feuerwehrhaus am Dorfanger wurden Flüchtlinge aus Syrien, Tschetschenien, Pakistan und Afghanistan untergebracht. Das Bündnis für Demokratie und Toleranz baute in Schöneiche ein Netzwerk aus ehrenamtlichen Helfern auf. Ein fester Anlaufpunkt wurde die KuGi mit dem wöchentlichen Café International. Dort wurden Absprachen getroffen, Kontakte geknüpft und Freundschaften entstanden. Im Laufe des Frühjahres kam dann die Hiobsbotschaft: Die Notunterkünfte mussten geräumt werden und die Flüchtlinge nach Erkner in eine Unterkunft der Gefas ziehen. Viele nutzten die Gelegenheit und versuchten Wohnungen in der Umgebung zu bekommen. Die Zustände in der Unterkunft in Erkner wurden vielfach bemängelt. Im Oktober stellte die Katholische Kirche das ehemalige Bildungshaus St. Konrad als neue Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung. Bei einem Tag der offenen Tür wurde das neue Heim der Öffentlichkeit präsentiert und bot auch wieder den Neu-Schöneichern eine neue Heimat.

Im Januar wurden die Diskussionen um eine mögliche Erweiterung der ALDI-Filiale in Schöneiche diskutiert. Nach vielem für und wider passten die Bauherren ihre Planung im Laufe des Jahres soweit an, dass die Gemeindevertretung sie verabschiedete.

WLAN im Rathaus war ein weiteres Thema das sich durch das Jahr 2016 schlängelte. Der Sprecher des Jugendbeirats fand die Idee von einem Sitzungssaal mit Internetanschluss toll, der Bürgermeister hielt die Gefahr einer Gesundheitsgefährdung für zu hoch. Ein Antrag der Linken sorgte daraufhin für Klarheit: Das Rathaus soll WLAN bekommen. Bis jetzt zog sich die Angelegenheit allerdings etwas in der Länge und das Rathaus hat noch immer kein drahtloses Internet.

Das Musikfest war 2016 ein voller Erfolg. Das Wetter war traumhaft und das i-Tüpfelchen bildete die Eröffnung der Eisdiele „Süße Sünde“ im ehemaligen Blumenladen am Goethepark. Man stand bis zu einer Stunde für eine Kugel Eis an.

Die Schlosskirche war 2016 eines der Sorgenkinder Schöneiches. Bei Bauarbeiten wurde festgestellt, dass die Haube neu gemacht werden muss. Es wurde auch eine neue Zeitkapsel in der frisch vergoldeten Turmkugel versteckt, in der sich Zeitungen und Dokumente befinden.

Wie jedes Jahr fand im Juni dann das Heimatfest statt. Dieses Jahr bildete eine Sommer-Schlittschuhbahn das Highlight. Auch der Eichkaterlauf fand traditionell statt.

Dauerbrenner 2016 war die Roloffstraße. Erst sollte sie gebaut werden, dann war nicht klar mit wie viel Gehwegen und wer dafür zahlen sollte und warum. Am Ende war nicht klar um was es eigentlich ging. Im Herbst wurde die Straße dann fertig und der Roloffsee gehört nun der Vergangenheit an.

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Redaktion Schöneiche Online