(Satire/Kater)

Ich dachte, gehste mal in so einen Vorbereitungskurs für die Gemeindevertreterversammlung, in eine Ausschusssitzung, in die Ortsplanung. Stand auch ganz viel Planung vom Ort auf dem Programm.

Da auch die Sportplatzerweiterung – amtlich: Berliner Straße-Nord – auf der Tagesordnung stand, und die unermüdliche Bürgerinitiative nur anfangs zur Bürgerfragestunde zu Wort kommen konnte, ging es dann auch gleich zu Beginn turbulent zu. Lärmbelästigung! Allerdings wurde zunächst vom Sprecher gerügt, dass der Vorsitzende gefälligst lauter sprechen solle. Miau! Also Lärmbelästigungen durch 4. Fußballfeld, und optische Belästigung durch 3 m hohe Schallschutzwand – unendliche Unwägbarkeiten! Als das dann präzise im Zusammenhang mit der Wohnbebauung vorgestellt wurde, war die Initiative schon nach Hause gegangen. War doch dazumal alles am Ortsrand vorgesehen, lautete ihre Anklage. Naja, sagte der Bürgermeister, ist ja auch dazumal alles abgearbeitet worden. Die planerische Vorstellung samt schalltechnischer Untersuchung, auch des jetzigen Trainings- und Spielbetriebs, war schon interessant, und wie man mit der angrenzenden neuen Wohnbaufläche umgehen will. So ganz unbedenklich ist das nicht.

Dann kam der Ersatzneubau für die Schlossparkbrücke. Was materialmäßig und wie teuer? Was geht wie bei der Bauerei im Park kaputt? Der UBS-Vertreter, der andere der beiden von den UBS, nahm die Macher in die Mangel und sagte denen, wie es zu gehen hat!!

Aber es war insgesamt eine sachliche Arbeitsatmosphäre bei allen Punkten. Na mal sehen, was die Gemeindevertretung dann draus macht und beschließt.

Zwei Gehwegplanungen, Stein- und ein Stück Rüdersdorfer Straße. Bestätigung der Vorplanung und Variantenentscheidung. Interessant auch, wofür sich die Anwohner entschieden haben. Das war erstaunlicher Weise kein Gelduntergang, also nicht unbedingt die billigste Möglichkeit.

Und dann kam unser neuer Minimarktplatz. Es ging so diskussionsmunter zu wie bei dem öffentlichen Werkstattverfahren. 758 qm und das als multifunktionale Stelle! Und sechseckig!! Also 7 Stände würden hinpassen, aber die sind ja nur an den Verkaufstagen da. Ansonsten sitzen und Kunst kucken? Als „Wanderausstellung“? Oder vielleicht eine offizielle Sprayer-Fläche?

Aller 5 Jahre muss der Lärmaktionsplan überprüft werden. Wusste ich bisher auch nicht. Man hat überprüft. Nischt neues.

Bebauungsplan Tasdorfer-/Rehfelder Straße. Auslegung ist zu beschließen. Ging flott durch.

Resümee meines Besuches: Die Gemeindevertreter und die Sachkundigen Einwohner argumentierten nach Logik, Interesse, Vorbereitung als Einzelperson und wollten nicht unbedingt eine privilegierte Partnerschaft und im Namen ihrer Partei und Fraktion die Schöneicher Welt retten.

Ihre Miau-Journaille

Quelle: SchöKo 7/18

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Redaktion Schöneiche Online