Foto (Anja Müller): „Drei ehemalige Teamkameraden und zwei MVP´s im direkten Netzduell. Mathias Albrecht (9) und Willi Becker (15) im Block gegen Kevin Meusel (TSGL), beobachtet von Libero Justus Bauwens und Kapitän Lucas Grofe.“

Die Volleyballer der TSGL Schöneiche haben am Sonntag das Spitzenspiel der Dritten Liga Nord bei den Berliner Preußen-Volleys knapp mit 2:3 –Sätzen im Tie-Break verloren. (18:25, 25:17, 25:20, 16:25, 13:15) Dabei sahen die über 200 Zuschauer, davon gut die Hälfte aus Schöneiche angereist, in der Halle des Barnim-Gymnasiums in Berlin-Falkenberg nur im entscheidenden fünften Satz einen Schlagabtausch auf Augenhöhe. Zu eindeutig beherrschte zuvor jeweils eine der beiden Mannschaften zwei der vier Sätze, aber es war dennoch ein würdiges Gipfeltreffen auf hohem Niveau, dass eigentlich keinen Verlierer verdient gehabt hätte. Die Gäste nahmen zwar noch einen Punkt mit, mussten die Tabellenführung aber dennoch an den SC Potsdam abgeben, der mit 3:1 beim Schlusslicht in Oststeinbek erfolgreich war.

Die Gastgeber, bei denen mit dem langjährigen TSGL-Kapitän und verdienten MVP der Preußen, Willi Becker, sowie Mittelblocker Mathias Albrecht zwei ehemalige Schöneicher in der Startformation standen, fanden zu Beginn schneller in die Partie, erspielten sich recht schnell einen komfortablen Vorsprung und zwangen TSGL-Trainer Jürgen Treppner beim 9:15 zu seiner ersten Auszeit. Dieser redete beruhigend auf seine Spieler ein, die offensichtlich mit der Bürde des Spitzenreiters und der für ein Auswärtsspiel beeindruckenden Fanunterstützung noch ein wenig fremdelten. Aber ab dem zweiten Durchgang fruchteten seine Anweisungen dann vorerst. Die Gäste, bei denen sich vor allem Zuspieler Marcus Steck, Kapitän Lucas Grofe, der spätere MVP seines Teams Kevin Meusel und bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung Mitte des vierten Satzes auch Maximilian Fromm hervortaten, bestimmten die Sätze zwei und drei fast Belieben. Dennoch versäumten sie es bei einer überlegen herausgespielten 12-Punkteführung im dritten Durchgang, die Hausherren vielleicht schon zu diesem Zeitpunkt entscheidend zu demoralisieren.
Unter anderem durch eine Aufschlagserie des dritten Ex-Schöneichers Christian Guß kamen die Preußen anschließend noch einmal bis auf fünf Punkte an die TSGL heran und nahmen diesen Schwung dann auch mit in den vierten Satz, den sie ebenso beherrschten wie den ersten. Somit musste wieder einmal der ungeliebte Tie-Break über Sieg und Niederlage entscheiden. Beim 8:5 für die Gastgeber wurden zum letzten Mal die Seiten gewechselt, aber die Schöneicher kämpften sich durch drei starke Aufschläge von Erik Stegen unter dem Jubel ihrer Fans noch einmal zurück in´s Match und glichen beim 10:10 erstmals aus. Leider bekam die entscheidende Endphase dann einen etwas faden Beigeschmack, als das Schiedsrichtergespann zwei eindeutige Fehlentscheidungen zu Gunsten der Gastgeber fällte, die in der gesamten Halle für absolutes Unverständnis sorgten. Damit war der Widerstand der Schöneicher dann endgültig gebrochen und es war erneut der überragende Willi Becker, der gegen seine Ex-Teamkameraden den letzten Angriff zum 15:13 verwandelte.
Die TSGL geht mit dieser ärgerlichen Niederlage nun in eine zweiwöchige Spielpause, bevor man am 24. November den Aufsteiger VfK Berlin-Südwest zum letzten Heimspiel der Hinrunde und des Jahres 2018 in der Lehrer-Paul-Bester-Halle erwartet. Zeit genug also, die Fehler aufzuarbeiten und mit einem Sieg gegen den Tabellensiebten weiter im Titelrennen zu bleiben. Außerdem würde mit einem erneuten Heimsieg, der Nimbus, saisonübergreifend im gesamten Kalenderjahr zu Hause ungeschlagen zu sein, endgültig zementiert.
TSGL Schöneiche: Lucas Grofe (C), Marcus Steck, Kevin Meusel (MVP), Dustin Ruf, Darryl Ruf, Benno Hartung, Erik Witt, Sebastian Grösch, Lennart Salabarria, Maximilian Fromm, Erik Stegen, Justus Bauwens, Lukas Hauser
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Redaktion Schöneiche Online