(Satire/Kater)

In der Weihnachtsbäckerei gibt es manche Leckerei
Zwischen Mehl und Milch macht so mancher Knilch
Eine riesengroße Kleckerei, in der Weihnachtsbäckerei.

Natürlich weiß ich, dass Weihnachten vorbei ist und ich wünsche Euch allen ein gesundes frisches Jahr, genauer gesagt, ein frisches Kommunalwahljahr. Aber ich wollte das Geschehen in der vorweihnachtlichen Gemeindevertretersitzung freundlich darstellen, und da fiel mir halt das Kinderliedchen ein. Seid nicht enttäuscht was jetzt folgt. Es war wirklich eine riesengroße Kleckerei.

Aus dem Ortsvorstand eines Neubürgers ist immerhin schon ein Gemeinderat geworden. Und was er zur Mietspiegelumfrage gesagt/gefragt hat, einwandfrei. Aber von dem Herbstlaub ist der im Sommer Hierhergezogene natürlich (da steckt das Wort Natur drinne!) völlig überrascht worden. Aber er versicherte in der Einwohnerfragestunde, dass die „Neuen“ die Bäume nicht weghaben wollen. Aber dass die Gemeindevertreter ehrenamtlich arbeiten, hat ihn dann doch wieder überrascht. Ebenso dass das nun alles seinen kommunalen prozessualen Gang geht. Und das die Gemeindevertreter somit ansprechbar sind, es öffentliche Fraktionssitzungen und monatliche -stammtische zum Problem lösen oder anregen gibt. Übrigens die Einladungen sind auch in SchöKo nachzulesen! Was jetzt nicht mit dem einzig Wahren zu verwechseln ist, der sich öffentlich als „Problemlöser“ darstellt. Aber leider oft gar nicht kapiert, was gerade konkrete Sache ist.

Nach der Einwohnerfragestunde kam die der Gemeindevertreter: Die Einstufung der Prager Straße, die Durchlässe Lindenstraße, und am Vortag wurde der Bürgermeister linkerseits aufgefordert eine Zahlenflut zu Sozialwohnungen zu liefern. Künftig will man in der Geschäftsordnung den Zeitfaktor zur Beantwortung der Fragen ändern. Dann scheinbares Riesenproblem: Wann stellen sich wo angehende Sachkundige Einwohner für die Ausschussarbeit vor??
Mittlerweile verließ zahlreiches Einwohnerpublikum erstaunt und frustriert die Sitzung.

Ging aber in dem Stil so weiter: Kommunalwahl im Mai. UBS/BBS wollten die langjährige Wahlleiterin nicht mehr. Ohne Erklärung. Und die Wahl der Stellvertretung kostete zwei geheime schriftliche Einzelstimmabgaben.

Dann war Pause, 20.45 Uhr gings weiter. Dann wurde die Tagesordnung umgestellt, damit die geduldig wartenden Feuerwehrleute ihren neuen alten Gemeindewehrführer nach gesetzlicher Wiederwahl wieder begrüßen konnten. Sowie neue Stellvertreter. Beifall! Auch iche! Miau!

Antrag UBS/BBS, um den „Schandfleck am Ortseingang zu beseitigen.“ Die LPG-Flächen. Intensiver Streit. Wer wie doof ist, wer was welches Geld kostet. Und der Einzig Wahre drohte wieder mit der Kommunalaufsicht. Überdies zur Erinnerung sei gesagt, LPG bedeutete, dass das Arbeitsgemeinschaften waren und die Flächen auch heute noch privat sind. Änderungsanträge von den Linken und vom Bürgermeister. Am Ende logischer erster Schritt: Der Bürgermeister soll erst mal Kontakt mit den Eigentümern aufnehmen, d.h. sie suchen und finden und fragen, was sie sich so denken.
Zum Gemeindehaushalt 2019 nur so viel, sowie zur Rebellion für kostenlose Laubsäcke: Die freiwilligen Leistungen: 1,9 Mio Euro für „nichtpflichtige freiwillige Angelegenheiten“ – 26 Positionen, wenn ich mich im Internet nicht verzählt habe… Bibliothek, Kleiner Spreewaldpark, Kulturgießerei, Straßenbahn, Schöneiche Bus, Sporthallen/Sportplatz, Kinder-Jugendzentrum usw., auch die Laubentsorgung mit plus 60 T€, zu den 20 T€ durch den Sackverkauf.
Mein reservierter Schreibplatz ist alle.

Gesundes, erfolgreiches, neues Jahr und nun doch ein angelesener unfreundlich mahnender Spruch für das Erlebte: Die meisten Blindgänger schlummern nicht im Boden. Die meisten Blindgänger laufen einfach so frei herum.

Ihre Miau-Journaille

Quelle: Schöneiche Konkret 1/19

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Redaktion Schöneiche Online