(Artikel/RSO) Mittwochsfrage 4 – Schöneiche-Online will bis zum Wahltag alle neun Listen vorstellen. Dazu geben die einzelnen Listen auch ihren Mitbewerbern je eine Frage vor, die diese beantworten müssen.

Diesen Mittwoch die Frage von DIE LINKE:

Was tun Sie gegen den großen Mangel an bezahlbaren Mietwohnungen in Schöneiche?


Antwort B’90/Grüne

Verfasser: Stefan Brandes

Wir bauen als Gemeinde Wohnungen, die günstig vermietet werden, zuletzt in der Brandenburgischen Str. und im Bunzelweg. Als nächstes folgt ein größeres Bauprojekt zusammen mit dem Landkreis auf dem Gelände hinter Aldi. Wir haben das alte Rathaus an ein Wohnprojekt verkauft und der Beamtenwohnverein hat schon mehrere Baufelder in Schöneiche bebaut. Wie machen wir das in der Zukunft?

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Die Gemeinde kann es nicht allein stemmen. Immer neue Schulden für den Wohnungsbau aufzunehmen, kann uns allen schwer auf den Fuß fallen, wenn sich die Zinssituation ändert. Eine weitere Möglichkeit ist, private Investoren zu Sozialwohnungen zu verpflichten. Das verteuert auf der einen Seite die verbleibenden Wohnungen, außerdem sind die Bindungsfristen hier immer begrenzt, zur Zeit laufen einige aus den 90er Jahren aus. Das ist also auch keine gute Lösung. Die Flächen, die wir zur Verfügung haben, sind begrenzt – niemand will Großwohnsiedlungen in Schöneiche.

Andererseits – wie groß ist der Mangel an günstigen Mietwohnungen denn wirklich? Wir können in Schöneiche nicht den Zuzugsdruck aus Berlin ausgleichen, egal, wie viel wir bauen würden. Berlin wächst im Jahr um 40.000 Menschen, die Umlandgemeinden um ein Vielfaches davon. Darum sollte es uns auch nicht gehen. Wenn wir darüber nachdenken, wo unsere Kinder wohnen werden, gibt es vielleicht noch andere Möglichkeiten. Oft sind die Eltern Grundstückseigentümer. Vielleicht können wir ja Beratungen zu Aus- und Anbau anbieten und damit gleich mehrere Themen abdecken – wie Wohnungsmangel, Energiepolitik, CO2-Verbrauch.

Schöneiche wird sicher auch in den nächsten Jahren vorsichtig weiter wachsen. Mit einer Kombination aus Genossenschaften und, unter Mitnahme aller Fördermöglichkeiten selbst bauen sehen wir die größten Chancen, Bedürftigen langfristig günstige Wohnungen zur Verfügung stellen zu können.


Antwort FDP

Verfasser: Lutz Kumlehn/Peter A. Pohle

Was tun gegen den großen Mangel an bezahlbaren Mietwohnungen in Schöneiche? Diese These wird in letzter Zeit gern aufgestellt. Aber haben wir überhaupt einen großen Mangel an so genannten, bezahlbaren Mietwohnungen? Die bei weitem überwiegende Mehrzahl der Schöneicher Bürgerinnen und Bürger wohnen in ihren eigenen vier Wänden. So ist der Ort seit seiner Gründung geprägt und diese Prägung soll der Ort nach dem Willen der FDP auch erhalten bleiben!

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Selbstverständlich kann sich nicht jeder das eigene „kleine Häuschen“ leisten und daher muss es in Schöneiche auch Mietwohnungen geben und der Bestand soll behutsam erweitert werden. Wie das gelingen soll, wollen wir an folgenden Punkten verdeutlichen:

  1. Die Gemeinde soll den eigenen Wohnungsbestand erhalten, modernisieren und geringfügig auf vorhandene Gemeindegrundstücke erweitern. Der Gemeindehaushalt ist nicht durch den Bau weiterer Mietwohnungen zu verschulden. Die Haushaltsmittel sind für die Infrastrukturmaßnahmen wie Straßen, Kindergärten und Schulen einzusetzen. Unser Ziel ist es, das neue Mietwohnungen über Wohnungsbaugenossenschaften gebaut werden. Dafür muss unsere Gemeinde günstige Bedingungen schaffen.
  2. Es gib im Innenbereich des Ortes noch Flächenreserven, die in den kommenden Jahren von Ackerland zu Bauland umgewandelt werden sollen. Über die Bauleitplanung soll dabei in den neuen Gebieten eine Mischbebauung von Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern möglich sein.
  3. Die Infrastruktur, wie Einkaufsmöglichkeiten ist in den neuen Gebieten zu berücksichtigen.
  4. Neue Gewerbebauten werden nur noch genehmigt, wenn in den Obergeschossen Wohnraum entsteht. (Keine eingeschossigen Märkte mehr).
  5. Keine Genehmigung von mehr als drei Gebäuden in Geschossbauweise je Bebauungsplan. Damit wird verhindert, dass es zu einer ungewollten Verdichtung und zu Gebieten voll mit Wohnblöcken kommt.

Schöneiche ist nicht dafür zuständig, die Wohnungsnot von Berlin zu lösen. Wir wollen durch die behutsame Ausweisung von neuem Bauland erreichen, dass das Bauen auch für junge Familien attraktiv bleibt. Eigentum am eigenen Haus oder Wohnung ist eine gute Alterssicherung.

Im Hinblick auf das gemeinsame Wohnen der Generationen, soll die Bebauung in zweiter Reihe auf dafür geeigneten Wohngrundstücken, ermöglicht werden.

Schöneiche ist seit 1990 von 8.000 auf mittlerweile 13.000 Einwohner angewachsen. Für uns ist es wichtig den Waldgartenkulturcharakter unserer Gemeinde zu erhalten. Schöneiche soll der Ort bleiben, in dem wir uns alle zu Hause fühlen!


Antwort PIRATEN

Bis zum Redaktionsschluss dieses Artikels lag uns keine Antwort vor.

 


Antwort Neues Forum

Die Gemeinde ist auf einen guten Weg und sorgt seit Jahren dafür das der Bestand von kommunalen Wohnungen saniert und erweitert wird.

Wir werden weiterhin dafür Sorge tragen das der kommunale Wohnungsbau vorangetrieben wird. Wir werden Grundstücke und die Mittel (Verkauf von Gründstücke, Einnahmen aus laufenden Mieteinnahmen) zur Verfügung stellen, damit die Baukosten so finanziert werden, dass die Wohnungsmieten für die kommunalen Wohnungen nicht über 6.50-7,50€ steigen.

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Die zusätzlichen Mittel werden dann über rentierliche Kredite finanziert. Neue Bebauungsgebiete können nur ausgewiesen werden, wenn hier Flächen für den kommunalen Wohnungsbau frei gegeben werden (siehe auch die Beantwortung der Frage zum Außenbereich). Modelle dafür gibt es in einigen europäischen Ländern z.B. Österreich (Wien): https://www.welt.de/politik/deutschland/article161031051/Das-Geheimnis-der-bezahlbaren-Mieten.html. Wohnbauförderprogramme müssen ausgeschöpft werden.

Soziale Wohnprojekte können beim Kauf von Gemeindegrundstücken bzw. bei Ausweisung von Bebauungsgebieten bevorzugt werden, wenn die Mieten maximal den kommunalen Wohnungen entsprechen bzw. Modelle die eine Umverteilung der Miethöhen zwischen den Mietern (Sozialstruktur) in Abhängigkeit der Einkommensstruktur zulassen.


Antwort Schöneicher Liste

Verfasser: Martin Berlin

In Schöneiche werden mehr bezahlbare Wohnungen benötigt. Darunter nicht nur die wichtigen Sozialwohnungen mit Wohnberechtigungsschein (WBS), sondern auch kommunale Wohnungen im mittleren Preissegment (ohne WBS-Pflicht). Mittlere Einkommen haben es nämlich meist genauso schwer, kostengünstige Wohnungen zu finden und fallen zunehmend in eine „Versorgungslücke“.So sind einerseits Wohnungen am freien Wohnungsmarkt mittlerweile sehr teuer, während die preisgünstigen kommunalen Wohnungen oft nur mit WBS-Schein zu haben sind. Die WBS erhalten aber nicht alle Beziehende von mittleren Einkommen.

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Die Schöneicher Liste setzt sich (neben dem Bau von Sozialwohnungen) daher auch für den kommunalen Wohnungsbau im mittleren Preissegment ein, um diese Versorgungslücke zu schließen. Der kommunale Wohnungsbestand sollte bis 2025 um 50-70 Wohneinheiten (auch ohne WBS) erweitert werden. Um den Wohnungsbau zu beschleunigen und zu finanzieren, ist aus unserer Sicht die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft sinnvoll. Die langfristige Refinanzierung der anfänglich hohen Investitionskosten für den Wohnungsbau, soll wie in der Vergangenheit über kostendeckende aber preiswerte Mieten erfolgen.

Beim Geschosswohnungsbau ist unbedingt auf eine „gesunde Mischung“ zu achten. So muss sich einerseits die Bebauung in das Schöneicher Ortsbild einpassen (u.a. mit großzügiger Begrünung und max. 3 Geschossen) und andereseits auf eine durchmischte Mieterschaft geachtet werden. Neue Wohngebäude sind bei Standorteignung konsequent mit Photovoltaik/Solarthermie auszustatten und entweder als „Niedrigenergiehaus“ oder als „Nullenergiehaus“ zu errichten. Zudem ist der Einsatz von Blockheizkraftwerken zu prüfen.

Als geeignete Flächen für neuen Wohnungsbau bieten sich u.a. der Bereich in der Berliner Straße und die Freifläche hinter der Musikschule in Grätzwalde an. Zudem bietet sich mit der alten Gärtnerei an der Kalkberger Str. eine entwicklungsfähige Fläche an. Die Bebauung von anderen Freiflächen im Außenbereich lehnen wir dagegen strikt ab.

Die bestehenden kommunalen Wohnungen (z.B. in der Berliner Straße und Kalkberger Straße) sind zu modernisieren und – soweit sinnvoll – barrierearm zu gestalten. Hierzu zählen u.a. auch die Schaffung von Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Mobilitätshilfen oder Kinderwagen. Zudem ist zu prüfen, ob die Gebäude in der Berliner Straße mit Solarthermie und Photovoltaik auf den Dächern ausgerüstet werden können, um den Energieverbrauch zu senken.

Der Verkauf von Grundstücken an private Investoren ist stärker einzuschränken. Kommunale Grundstücke sind primär für den eigenen Wohnungsbau oder als Baulandreserve zu nutzen. Kleinere Grundstücke, die für den kommunalen Wohnungsbau ungeeignet sind, sollten bevorzugt an junge Familien oder nichtgewinnorientierte Hausbaugemeinschaften vergeben werden.


Antwort SPD

Als Sozialdemokraten liegt uns das Thema Gerechtigkeit und damit auch Bezahlbares Wohnen besonders am Herzen. Wir möchten daher noch einmal betonen, dass mit engagierter Unterstützung der SPD-Fraktion die Gemeinde in den vergangenen Jahren ihren Bestand an bezahlbaren Kommunal- und Sozialwohnungen aufgewertet und ausgeweitet hat. Es konnte nicht nur ein großer Teil der kommunalen Wohngebäude saniert werden. In den Jahren 2016 und 2018 entstanden außerdem 14 neue Wohneinheiten in der Brandenburgischen Straße 66 und im Bunzelweg.

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Weitere drei neue Wohnungen werden 2019/2020 in der Brandenburgischen Straße 87 bezugsfertig sein. Die SPD hat damit ihr Wahlversprechen von 2014 erfüllt: die Sanierungen fortzusetzen und den Sozialwohnungsbestand im Ort zu erhöhen.

Die SPD setzt sich dafür ein, dass die Gemeinde Schöneiche in Zukunft noch aktiver als bisher kommunalen Wohnraum schafft. Für die Wahlperiode 2019 bis 2024 fordern wir die Herstellung von 100 neuen geförderten Sozialwohnungen, die in der Trägerschaft der Gemeinde (30 Einheiten) und des Landkreises Oder-Spree (70 Einheiten) vor allem auf dem Areal hinter der Musikschule entstehen sollen. Da auch immer mehr ältere Menschen Anspruch auf geförderten Wohnraum haben, ist es wichtig, dass viele dieser Wohnungen barrierefrei sind. Aber auch für junge Schöneicher, die zuhause ausziehen – Azubis, Berufsanfänger und Studenten –, wollen wir passende Wohnraumangebote entwickeln.

Die neuen Wohnungsbauprojekte wollen wir wirtschaftlich nachhaltig und sozial verantwortlich primär durch Kredite und Wohnungsbaufördermittel des Landes Brandenburg finanzieren. So kann die Gemeinde günstige Kommunal- und Sozialwohnungen anbieten.

Bei einer deutlich steigenden Zahl kommunaler Wohnungen wird sich die Gemeinde auch über die weitere Entwicklung eines effizienten Managements des öffentlichen Wohnungsbestandes Gedanken machen. Die SPD wird in diesem Zusammenhang Optionen für die Schaffung einer gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft prüfen.

Die SPD Schöneiche unterstützt weiterhin den genossenschaftlichen Wohnungsbau am Stegeweg. Auch soziale Wohnprojekte wie der Landhof und das WohnTat-Projekt gehören zur Vielfalt unserer Gemeinde, bereichern diese und werden von uns befürwortet.

 


Antwort DIE LINKE

Verfasser: Fritz R. Viertel

Wohnen ist ein Menschenrecht und die Wohnungsnot eines der größten Probleme in Schöneiche. Immer mehr Menschen droht die Verdrängung, weil sie hier keine bezahlbare Wohnung mehr finden. Zuziehen kann fast nur noch, wer genug Geld für ein eigenes Grundstück oder überteuerte Mieten hat. Dagegen wollen wir mit allen Mitteln vorgehen.

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Nach geltender Beschlusslage sollen in Schöneiche bis 2027 nur 40 zusätzliche Kommunalwohnungen entstehen. Doch allein im vergangenen Jahr fehlten 55 Wohnungen für Familien mit niedrigen Einkommen. Wohnungssuchende aus anderen Gemeinden und Menschen mit mittleren Einkommen noch gar nicht mitgerechnet.

Zugleich wurden seit 2014 immer wieder kommunale Grundstücke an meistbietende Investoren verkauft, auf denen stattdessen bezahlbare Wohnungen hätten entstehen können. Das Grundstück der ehemaligen Wäscherei Dörr in der Dorfstraße wurde so zum Spekulationsobekt und ist nur ein Beispiel. Im Jahr 2018 wurde sogar erstmals ein kommunales Wohnhaus mit sechs Wohnungen verkauft.

Dabei machen andere Gemeinden im Berliner Umland vor, wie es anders gehen kann: Wandlitz beispielsweise baut in den nächsten Jahren rund 300 neue Kommunalwohnungen. DIE LINKE fordert, die soziale Wohnungspolitik in Schöneiche zum Schwerpunkt der kommenden Jahre zu machen. Mit Hilfe einer kommunalen Wohnungsgesellschaft wollen wir bis 2024 mindestens 80 zusätzliche (!) Sozialwohnungen bauen. Außerdem soll der Ankauf bestehender Wohnungen geprüft und kreative Lösungen für bestimmte Zielgruppen (etwa Kleinwohnungen in „Tiny Houses“ für junge Leute) entwickelt werden.

Grund und Boden ist die Voraussetzung für bezahlbares Wohnen. Deshalb wollen wir den Verkauf kommunaler Flächen eng begrenzen. Gemeindegrundstücke sollen in öffentlicher Hand bleiben. Dritten kann die Nutzung zeitlich begrenzt ermöglicht werden (Erbpacht). Sie müssen sich dann zu sozialem Wohnungsbau oder zu einer anderen, am Gemeinwohl orientierten Nutzung verpflichten. Außerdem fordern wir den gezielten Ankauf von Grund und Boden durch die Gemeinde. Diesen kann sie selbst für den sozialen Wohnungsbau oder andere öffentliche Zwecke nutzen oder ihn Anderen nach dem Erbpachtmodell zu sozialen Bedingungen zur Verfügung stellen.

Auf diese Weise können nicht am Profit orientierte Bauträger*innen (wie Gemeinschaftswohnprojekte oder kleine Genossenschaften), die auf Dauer preiswerte Mietwohnungen schaffen, gezielt gefördert werden. Wir wollen zudem die Empfehlung des Landes umsetzen und eine feste Quote für sozialen Wohnungsbau bei allen Neubauvorhaben mit mehr als fünf Wohnungen einführen.


Antwort CDU

Verfasser: Ingo Röll

In den vergangenen Jahren wurden immer wieder Wohnungen im Bereich sozialer Wohnungsbau durch die Gemeinde saniert und neu geschaffen. Auch für die nahe Zukunft ist geplant, weitere Wohnungen für Schöneicher mit Wohnberechtigungsschein durch die Kommune zu errichten. Dabei sollte unser Augenmerk darauf gerichtet sein, im Bereich Sozialwohnungen Schöneicher Einwohnern mit geringem Einkommen eine Wohnung durch kommunalen Wohnungsbau zu schaffen. Es ist nicht Aufgabe der Gemeinde Schöneiche Sozialwohnungen für den angespannten Berliner Wohnungsmarkt zu schaffen.

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Um jungen Schöneichern die Möglichkeit zu geben in Schöneiche ihre erste Wohnung zu finden und nicht nach Berlin abwandern zu müssen, als aber auch Senioren, die ihr Eigenheim nicht mehr bewohnen können oder wollen Wohnraum zur Verfügung zu stellen, dafür sind ebenfalls gute Wege beschritten worden. Die Wohnungen, die sich jetzt am Stegeweg in der Fertigstellung befinden, oder die Wohnungen an der Dorfaue sind ein gutes Beispiel dafür. Es gilt solche Flächen auch weiterhin Investoren zur Verfügung zu stellen, damit, dort wo es passt, Wohnraum auch in Mehrfamilienhäusern für die oben genannte Zielgruppe im Ort gebaut werden können.

Dabei sollte aber im Blick behalten werden, was für eine große Mehrheit der in den vergangenen Jahren Hergezogenen der Auslöser für die Wahl Schöneiches als Wohnort war. Viele Schöneicher lieben die Waldgarten Kulturgemeinde mit großen Gärten und einer guten Mischung aus Ein- und Zweifamilienhäusern, Reihenhäusern, Stadtvillen, Mehrfamilienhäusern und kleineren Wohngebieten. Die ist ein Markenzeichen Schöneiches und dies sollten wir bewahren und behutsam weiterentwickeln.


Antwort UBS/BBS

Wir haben uns im letzten Jahr dafür eingesetzt, dass Schöneiche eine eigene Wohnungsbaugesellschaft bekommt, um eine klare Trennung vom allgemeinen gemeindlichen Haushalt und damit mehr Transparenz zu diesem wichtigen Thema zu erhalten. Daneben unterstützen wir die Sanierung und den Ausbau der im Gemeindebesitz befindlichen Wohnungen und eine Beibehaltung der Vermietung zu günstigen Mieten – zum Teil auch als Sozialwohnungen – schon seit vielen Jahren.

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Um auch anderen Akteuren am Wohnungsmarkt den Bau von neuen Wohnungen und hier vor allem kleineren und seniorengerechten Wohnungen zu ermöglichen, haben wir allen darauf ausgerichteten Bebauungsplänen zugestimmt, die Flächen für Mietwohnungsbau schaffen bzw. bereits stellen sollten. Aktuell haben wir auf diese Weise mit ermöglicht, dass der Beamtenwohnungsverein Köpenick, eine Wohnungsbaugenossenschaft, in größerer Anzahl Wohnungen nahe dem Ortszentrum am Stegeweg zu relativ günstigen Mieten baut und auch davon wieder einige Wohnungen als Sozialwohnungen vermietet werden. Auch die Fläche südlich von Aldi im Dreieck zwischen der Woltersdorfer, Prager und Warschauer Straße konnte auf diese Weise planungsrechtlich für den Bau einer größeren Anzahl von Mietwohnungen vorbereitet werden, so dass die Gemeinde noch in diesem Jahr dort mit dem Straßen- und Wohnungsbau von eigenen Wohnungen beginnen kann.


Die Reihenfolge der Kandidaten ist durch die Ergebnisse der letzten Kreistagswahl vorgegeben und rotiert.

 


Mehr zu den Listen und Kandidaten finden Sie hier:

22 aus 90: Neun Listen für die Wahl der Gemeindevertretung zugelassen

Mittwochsfrage 1 – Schulstandorte

Mittwochsfrage zur Kommunalwahl 2 – Gestaltung des Haushalts der Gemeinde

Mittwochsfrage zur Kommunalwahl 3 – Klimawandel

Mittwochsfrage zur Kommunalwahl 4 – Schöneiche in 20 Jahren

Am 11. Mai findet das Kandidaten-Speeddating zur Schöneicher Kommunalwahl im Rathaus ab 11:00 statt.

 

Fakten zum Thema Wohnraum in Schöneiche. Quelle: INOEK 2030 Endfassung

https://www.schoeneiche.de/rathaus/ortsentwicklung/planungen

4.3 Wohnen
4.3.1 Wohnraumangebot
Am 31.12.2016 standen in der Gemeinde Schöneiche bei Berlin 5.931 Wohneinheiten in Wohnge-bäuden für 12.569 Einwohner zur Verfügung. Wie die nachfolgende Tabelle zeigt, hat sich der Gebäudebestand zwischen den Jahren 2006 und 2011 um 207 Gebäude erhöht. Diese Entwicklung ist v. a. auf den Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern in der Gemeinde zurückzuführen. Rund drei Viertel der Wohneinheiten befinden sich in Gebäuden mit ein oder zwei Wohneinheiten.

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Im Jahr 2011 wurde die Bevölkerungs-, Gebäude- und Wohnungszählung im Rahmen des Zensus durchgeführt. Auch die Gebäude- und Wohnungszählung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg basiert seitdem auf den Daten des Zensus und wurde entsprechend korrigiert. Insgesamt gibt es laut Zensus 2011 mehr Gebäude und Wohneinheiten in Schöneiche als bisher erfasst. Auch die Vertei-lung hat sich geändert. Seit dem Jahr 2011 ist sowohl die absolute Zahl, als auch der Anteil der Einfamilienhäuser weiter angestiegen, während die Zahl und der Anteil der Zweifamilienhäuser rück-läufig waren. Rund 25 % der Wohnungen befinden sich in Mehrfamilienhäusern. Gemäß Tabelle 13 liegt das Potenzial für Wohneinheiten im Geschosswohnungsbau bei etwa 800 WE, wovon rund 200 WE bereits in den nächsten Jahren in der Gemeinde errichtet werden. Es ist anzunehmen, dass sich die Verteilung der Wohneinheiten in den kommenden Jahren dementsprechend weiter zu Guns-ten der Mehrfamilienhäuser verändern wird.

In den Jahren 2006 bis 2016 ist die Anzahl der Wohnungen insgesamt um 451 WE, d. h. um rund acht Prozent angestiegen. Auch vor diesem Zeitraum hat sich der Gebäudebestand kontinuierlich erhöht. Zwischen 1990 und 2015 ist die Zahl der Wohnungen um mehr als 90 % angestiegen. Mit rund 46 % stellen die Gebäude, die nach 1990 errichtet wurden, den größten Anteil dar.

Im Zeitraum der Jahre 2006 bis 201625 wurden insgesamt 528 WE in Schöneiche neu errichtet oder sind durch Änderungen im Wohnungszuschnitt bestehender Gebäude entstanden. Durchschnittlich sind pro Jahr etwa 46 Wohneinheiten neu entstanden, wobei über 90 % der Wohneinheiten in Einfamili-enhäusern errichtet wurden.

Die Zahl der jährlich neugebauten Wohneinheiten ist dabei seit 2006 leicht rückläufig. Durch den Wegfall der staatlichen Fördermittel werden zum einen insgesamt weniger Ein- und Zweifamilien-häuser gebaut. In Schöneiche bei Berlin hängt die Entwicklung zudem mit der bereits hohen Auslas-tung der verfügbaren Potenzialflächen zusammen. Trotz vorhandener Baulücken stehen immer weni-ger Bauflächen zur Verfügung. Das liegt zum einen an den bestehenden Eigentumsverhältnissen. Viele Baulücken befinden sich in privatem Eigentum. Zum anderen müssen einige der Wohnbaupo-tenziale zuerst planungsrechtlich erschlossen werden. Darüber hinaus gibt es in einigen Ortsberei-chen Bewegungen im Bestandsmarkt aufgrund der Altersstruktur, z. B. in Fichtenau. Durch den Umzug von Eigentümern in altengerechte Wohnungen, stehen dem Wohnungsmarkt wieder Wohnungen zur Verfügung. Dabei handelt es sich größtenteils um große Wohnungen in Einzelhäusern. So kann ein Teil der Nachfrage in diesem Wohnsegment in Bestandsgebäuden bedient werden. In den nächsten Jahren wird insbesondere mit einem Wachstum im Mehrfamilienhaussektor, aber auch im Einfami-lienhausbau zu rechnen sein.

Der Wohnungsmarkt in Schöneiche bei Berlin ist v. a. durch private Einzeleigentümer geprägt, sie besitzen ca. 75 % der Gebäude in Einzeleigentum. Der Anteil an kommunalen Wohneinheiten da-gegen ist gering. Im Jahr 2016 befanden sich 281 Wohneinheiten im Eigentum der Gemeinde, was einem Anteil von rund 7 % entspricht. Die Anzahl der kommunalen Wohneinheiten ist seit Jahren stabil, im Jahr 1997 gehörten beispielsweise 277 Wohneinheiten zum kommunalen Wohnungsbe-stand. In der nachfolgenden Abbildung ist die Anzahl der kommunalen Wohneinheiten sowie der Leerstand am 31.12.2016 dargestellt. Mit 2,5 % ist der Leerstand sehr gering und liegt nur leicht oberhalb der Mobilitätsreserve von 2 %.

Die Gebäude mit den größten kommunalen Wohnungsbeständen befinden sich an der Berliner Straße (128 WE), am Bunzelweg (23 WE) sowie an der Kalkberger Straße (20 WE). Die kommuna-len Wohnungen stehen insbesondere Haushalten mit kleineren und mittleren Einkommen zur Verfü-gung. Das Mietniveau im kommunalen Bestand liegt zwischen 4,10 Euro/m² und 6,00 Euro/m². Im Jahr 2016 ist ein Neubau mit sechs WE entstanden, zwei davon wurden als altengerechte Wohnun-gen konzipiert. Darüber hinaus beabsichtigt die Gemeinde im Jahr 2017 acht geförderte Wohnun-gen im Bunzelweg fertig zu stellen. In den nächsten Jahren sollen weitere Wohneinheiten in den Wohnvorranggebieten errichtet werden.

Insgesamt stehen etwa 40 % der Wohnungen in Schöneiche als Mietwohnungen zur Verfügung, wo-bei das Mietniveau im privaten Sektor teilweise deutlich über den kommunalen Mietpreisen liegt. Der Mietspiegel 2014 hat für Schöneiche eine Mietpreisspanne im Mietwohnungsbestand zwischen 4,57 Euro/m² und 7,94 Euro/m² ermittelt. Ein Teil der privaten Wohnungen steht als belegungsge-bundener Wohnraum einkommensschwachen Haushalten zur Verfügung. Hier ist das Mietniveau in etwa mit dem kommunalen Bestand vergleichbar. Derzeit gibt es 71 belegungsgebundene Woh-nungen in der Gemeinde, diese befinden sich im Eigentum des Beamten-Wohnungs-Verein zu Köpe-nick eG. Die Belegungsbindungen laufen schrittweise in den nächsten Jahren aus, wodurch sich der Nachfragedruck auf die kommunalen Bestände noch einmal erhöhen wird.

Der im Jahr 2011 durchgeführte Zensus hat für die Gemeinde Schöneiche bei Berlin einen Leerstand von insgesamt 179 Wohneinheiten ergeben, was einer sehr geringen Leerstandsquote von 3,1 % entspricht. Der Leerstand im privaten Bestand liegt damit leicht über dem Leerstand in den kommu-nalen Gebäuden, der 2,5 % der Wohnungen umfasst.

Die kommunalen Wohnungen und Gebäude in Mehrfamilienhäusern befinden sich in einem guten bis sehr guten baulichen Zustand mit lediglich vereinzelten Sanierungs- oder Modernisierungsbedarfen. Der Zustand der Ein- bis Dreifamilienhäuser ist überwiegend als sanierungsbedürftig einzuschätzen. Handlungsbedarf besteht insbesondere beim barrierefreien Umbau von Wohnungen. In den Jahren 1998 bis 2015 wurden bereits rund 70 % des kommunalen Wohnungsbestandes saniert, darunter die großen Bestände an der Berliner Straße, der Kalkberger Straße und am Bunzelweg. Die Ge-meinde beabsichtigt, auch die restlichen Gebäude ab mindestens drei WE sukzessive zu sanieren bzw. modernisieren, beginnend mit den größeren Objekten.

Gemäß Tabelle 13 bestehen in der Gemeinde Schöneiche Baulandpotenziale für etwa 1.789 Wohneinheiten (Stand: Oktober 2016), ausgehend von einer Bebauung der Baulücken mit Einfamili-enhäusern. Bei einer dichteren Bebauung mit zwei Wohneinheiten je Baulücke liegt das Potenzial sogar noch deutlich höher, wobei die Bebauung mit einem Einfamilienhaus je Baulücke als realistisch eingeschätzt wird. Wie die Aufstellung zeigt, ist für einen Großteil der Potenziale bereits Baurecht vorhanden. Die größten Wohnungspotenziale befinden sich am Stegeweg (529 WE), im Wohnge-biet Warschauer Straße/Woltersdorfer Straße (120 WE) und im Gutsdorf Schöneiche (47 WE). Daneben bestehen Möglichkeiten zur Schließung von Baulücken und der Verdichtung, die über wei-tere Bebauungsplanverfahren oder § 34 BauGB planungsrechtlich geregelt werden können.

Die geplanten Wohneinheiten im Geltungsbereich der B-Pläne 6/2.3/12 und 6/4/08 an der Dorfaue und im Ortszentrum werden 2017 bzw. 2018 dem Wohnungsmarkt zur Verfügung stehen. Zudem werden durch den Beamten-Wohnungs-Verein zu Köpenick eG 86 WE am Stegeweg errich-tet, die bis spätestens 2019 vermietet werden können. Insgesamt können somit bis zum Jahr 2019 rund 187 WE im Geschosswohnungsbau errichtet werden. Der damit einhergehende Bevölkerungs-zuwachs ist in die Prognose im Rahmen des LPG-Wachstumsszenarios II eingeflossen (vgl. Kapi-tel 3.2)

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RSO
Redaktion Schöneiche Online