(Satire/Wildschwein) „Wollt ihr den totalen Schitsturm?“ „Ja, ja, ja!“ „Wollt ihr einen sonnigen Frühling?“ „Ja, ja, ja!“ „Wollt ihr uns Wildschweine im Ort?“ „Ja, j… och nöö!!“

Aber ihr wollt, dass einer immer wieder den Bürgermeister beschimpft und keinem Sachverhalt zugängig ist. Und jedes Mal läuft ihm eine Schar hinterher. Der Gesetzeslage unzugänglich. Also lasst euch die Sachlage mal unmenschlich von einem Wildschwein erklären; zumindest berichten!

Einwohnerversammlung Januar. Herr Graetz beschimpft den Bürgermeister und die Verwaltung, unsoziale Fronabgaben zu Straßenbaumaßnahmen zu verlangen. Ich zitiere mal aus Schöneiche Konkret: Die Stimmung heizte sich auf, sodass die Vorsitzende der GV kurz darauf hinwies, dass der Bürgermeister zwar Vorschläge machen kann, aber die Gemeindevertretung die Beschlüsse fasst, die der Bürgermeister verantwortlich umzusetzen hat.

Es folgte dem Herrn Graetz sein Aufruf zum Bürgerprotest zum Sandstraßenausbau, denn der Bürgermeister von Bernau hat seine Bürger hundertprozentig von der Kostenbeteiligung entlastet! Sein – also euer – Bürgermeister ist zu keiner Bürgernähe zur finanziellen Entlastung der Bürger bereit! Zunächst in der Alten Mühle, dann vor dem Rathaus, freie Fahrt für freie Bürger! Der blaue Robur vom RBB wurde angekündigt. Der kam nicht, aber der RBB sendete 24 sec. darüber. Bürgermeister-Beschimpfung und paar tapfere Gemeindevertreter, abgesehen von Herrn Zeschmann und seinem Landeschef Vida, erklärten wiedermal, dass das alles nicht die Sache des Bürgermeister sei…

Letzte Sitzung der Gemeindevertretung in der Wahlperiode, neulich. Gerammelt volles Publikumgeschehen wegen der Sand-Erschließungsstraßen, die gar nicht auf der Tagesordnung standen. Aber so kriegt man öffentliche Aufmerksamkeit, Art politischer Vandalismus. Es kam noch auf die Tagesordnung. Zunächst Einwohnerfragestunde. Herr Graetz: Der Bürgermeister hat eine schriftliche Anfrage nach Bernau gestartet und noch keine Antwort. Lächerlich! Wozu gibt es Telefone?! Ich verlange heute eine eindeutige Antwort!

Also dumm gelaufen, von wegen Vorherrschaft der Gemeindevertretung – Ohr, hier rein da raus, Gehirn wurde nicht berührt. Er zieht wirkungsvoll eine rote Karte, Platzverweis! Aber nicht für die Vorsitzende der GV – nee, für den Bürgermeister! So an die 20 Gefolgsleute – was mich an das Märchen vom Rattenfänger von Hameln erinnert – drängeln sich mit roten Kartengedings… ebenfalls in die Graetzsche Bürgermeisterrichtung! Tumult.

Hutfilz findet das unter aller Sau, pardon unter aller Würde! Zeschmann kann die Bürger verstehen, holt weit aus und droht sofort, er gehe rechtlich vor, wenn er seine Redezeit nicht kriegt… Liebe Leser nicht vergessen: man ist noch in der Einwohnerfragestunde!!

Dann der von Pech beantragte Tagesordnungspunkt dazu. Er führte aus, dass der TOP in der März-Sitzung drauf war, aber Zeschmann verschwafelte wiedermal die Sitzungszeit; so kam der Punkt nicht dran. Aber die Linke hatte den Bürgermeister von Bernau eingeladen. Die Veranstaltung war gut besucht. Ich vermute, die Graetzschen Empörer waren nicht da… Nunmehr Bundesrecht und basta? Schlägt vor folgendes Vorgehen zu beschließen:

  1. Vor Ausbau Anwohner befragen.
  2. Wenn Mehrheit nicht will, keinen Ausbau.
  3. Vor Ausbau ist das (technische?) Bernauer Modell zu prüfen, Anwohner daselbst und dazu zu befragen.
  4. Erst dann Beschluss der GV, und das dann mal bis Ende des Jahres so machen. Und solcherart an die neue Gemeindevertretung übergeben.

Zeschmann berichtete über seine Unterschriftensammlung, gerechter Straßenausbau, Bürgerbegehren zur Ersterschließung (Bundesgesetz), nicht zu verwechseln mit dem Straßenausbau (Landesgesetz).

Also, Bernauer Modell ist technisch in etwa eine Teerschicht auf den Sand, Straße wird höher. Wie nun mit dem Regenwasser? Was versteht man überhaupt unter einer unerschlossenen Straße? Ortsbedeutung der Straßen berücksichtigen, Verantwortung der Gemeinde, Sandstraßen-Hobel kostet auch Geld, Wahlkampf, Wahlkampf,  Haushalt muss trotzdem ausgeglichen sein. Leute quatschen dazwischen. 80% der (ehemaligen) Sandstraßenbewohner haben bereits gezahlt; schämen sich die hier randalierenden 20%? Nö. Änderungsvorschlag von Pech selber: Zuerst in die Ausschüsse! Nö: 4 +, 7-, 5E. Dann Pechs Antrag: 9+, 4-, 3E. Finito.

Ich bin zwar kein Mensch, aber die deutsche Menschheit kann nicht so Holterdiebums. Es wird wohl trotzdem auf die schriftliche Vorlage aus Bernau gewartet werden müssen, sonst gibts am Ende die rote Karte. Oder aktuell, man kann zwar behaupten, 2+2=5, aber beim Mathe-Abi gilt es als Fehler.

Es wurde übrigens darauf aufmerksam gemacht, dass Eichwalde vorher schon sowas gemacht hat und hier draufhingewiesen wurde.

 

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Redaktion Schöneiche Online