Rufbus – vernüftige Ergänzung zur Straßenbahn

(PM/FDP) In Schöneiche ist die Einwohnerzahl in den letzten fünfundzwanzig Jahren von 8000 auf 13000 gestiegen. Trotzdem ist der Fahrplan der Buslinien, Straßenbahn fast unverändert geblieben. Veränderungen sind angedacht, Die Straßenbahn soll bald im Berufsverkehr alle 10 Minuten fahren und der 161 durchgehend bis Rathaus. Auch die Vision eines Linienverkehres nach Neuenhagen wird angestrebt. Doch auch dann bleibt der Nachverkehr für viele Schöneiche unattraktiv. Die nächste Haltestelle ist einfach zu weit weg. Die FDP will dieses ändern und erreichen, dass jeder Schöneicher die nächste Haltestelle in 500 Meter erreicht. Gleichzeit müssen wir aber auch ökonomisch denken. Die FDP setzt sich dafür ein, in Schöneiche einen Rufbus einzurichten. Rufbusse sind das moderne, flexible, umweltfreundliche und schnelle Verkehrsmittel. Linienbusse, Kleinbusse oder auch Taxis fahren bedarfsorientiert nur diejenigen Fahrten im Fahrplan, die tatsächlich durch die Fahrgäste benötigt werden. Dazu ist je nach Linie der Fahrtwunsch innerhalb eines spezifischen Zeitfensters vor Fahrtantritt rechtzeitig anzumelden. Die FDP sieht darin eine vernünftige Ergänzung der Schöneicher Straßenbahn und zur Verbesserung der Mobilität in Schöneiche vor allem für Kinder und ältere Menschen. In Städten wie Berlin, Nauen, Potsdam hat sich dieses System schon bewährt.

Peter A. Pohle
Peter A. Pohle ist Gemeindevertreter und Vorsitzender des Ortsentwicklungsausschuss der Gemeindevertretung Schöneiche bei Berlin. Er ist stellv. Vorsitzender des FDP-Regionalverbandes Müggelspree und Vorsitzender von Schöneiche-Online e.V sowie Mitglied des FDP Kreisverbandes LOS.

2 Gedanken zu „Rufbus – vernüftige Ergänzung zur Straßenbahn

  1. Fritz R. Viertel

    Mensch Peter, überlegt doch mal, bevor ihr wieder irgendwelche verkehrspolitischen Schnellschüsse produziert! Modern, schnell und flexibel hört sich im FDP-Sprech sicher erstmal gut an, das muss aber auch inhaltlich untersetzt sein.

    Ein Rufbus mag im ländlichen Raum Sinn ergeben, wo es darum geht, überhaupt ein öffentliches Verkehrsangebot vorzuhalten. Fahrgäste müssen sich dann aber auch mit entsprechendem Vorlauf angemeldet haben. Und der Rufbus fährt auf einer festgelegten Linie mit fixen Haltestellen. Das funktioniert eben nicht schnell und flexibel.

    Ein On-Demand-Angebot mit App-Buchung (sog. „Ride Sharing“) wie etwa der „BerlKönig“ in Berlin ist wiederum noch nicht wirklich ausgereift und zudem kein passendes Angebot für eine kleine Gemeinde wie Schöneiche. Das kann am Ende sogar teurer werden als ein klassischer Bus, weil mehr Fahrten mit schlechter Auslastung gefahren werden. Und natürlich kosten Fahrer*innen und Fahrzeuge auch Geld, wenn sie irgendwo herumstehen/-fahren und auf Buchungen warten. Bisher sind die meisten solcher Angebote in Deutschland genauso wie herkömmlicher ÖPNV mit Steuergeldern bezuschusst, sind also kein Sparmodell. So ein Angebot würde dann außerdem bisherige Buslinien ersetzen und wäre insgesamt ein Rückschritt für die Fahrgäste.

    Was Schöneiche anstelle solcher Spielereien braucht, ist eine grundlegende Verbesserung des Linienbusverkehrs. Die 500 Meter zur Haltestelle sind ja richtig, nur muss da eben alle 10-30 Minuten sicher und zuverlässig ein Bus fahren (der gern kleiner sein kann als ein großer Omnibus). D.h. konkret: Der 161er muss alle 20 Minuten bis zur Dorfaue durchfahren. Der 420er muss grundsätzlich neu konzipiert werden, was den Linienverlauf und den Fahrplan angeht. Bisher funktioniert er praktisch nur als Schülerverkehr. Und der E-Bus von Schöneiche (ab Dorfaue oder besser Niederbarnimer Ring) über das Gewerbegebiet zur S5 in Neuenhagen oder Hoppegarten muss kommen, und zwar mit einem attraktiven 20-30 Minutentakt auch in den Randzeiten morgens und abends.

    Fritz Viertel (DIE LINKE)

    • Peter A. Pohle Autor des Beitrags

      Sehr geehrter Herr Fritz Viertel, vielen Dank für Ihren Kommentar. Entweder fehlt es Ihnen an ökologischem und ökonomischem Grundwissen oder Sie müssen gegen den Rufbus in Schöneiche sein, weil der Vorschlag von der FDP kommt. Was soll die Bemerkung „irgendwelche verkehrspolitischen Schnellschüsse“? Wie so oft, nicht zugehört! Das Thema Rufbus hatte ich schon auf der Tagesordnung, da gingen Sie noch zur Schule. Es ist ein in vielen Gebieten bewährtes Angebot im ÖPNV. Sie sollten sich mit den Thema Rufbus erstmal beschäftigen, bevor Sie was vom Rückschritt für Fahrgäste schreiben. Für Sie ist es also effektiver, viel Luft durch Schöneiche zu transportieren, statt den Bus dann fahren zu lassen, wenn er gebraucht wird. Auch ein Rufbus hat einen Fahrplan und eine konkrete Strecke. Mit Ihren aufgeführten Strecken und Kleinbus stimme ich überein. Der Unterschied ist, Sie wollen Ihn immer fahren lassen, ob Bedarf oder nicht, und wir nur wenn Bedarf ist. Was ist nun ökologisch und ökonomisch sinnvoller?

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