(Artikel/RSO) Mittwochsfrage 6 – Schöneiche-Online will bis zum Wahltag alle neun Listen vorstellen. Dazu geben die einzelnen Listen auch ihren Mitbewerbern je eine Frage vor, die diese beantworten müssen.

Diesen Mittwoch die Fragen von FDP und SPD:

„Wie wollen Sie die Verkehrspolitik in Schöneiche gestalten? / Wollen Sie weiter Straßen ausbauen?“


Antwort PIRATEN

Bis zum Redaktionsschluss dieses Artikels lag uns keine Antwort vor.

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Antwort Neues Forum

Die Verkehrspolitik in Schöneiche muss sich den aktuellen und notwendigen Gegebenheiten anpassen. Entschleunigung und Sauberkeit der Umwelt hat Priorität.

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Das heißt konkret, dass Straßen mit öffentlichem Nahverkehr prioritär auszubauen sind und parallel dazu der entsprechende Platz für den Fahrradverkehr etc. geschaffen werden muss. Dem Individual-Auto-Verkehr müssen Schranken gesetzt werden – vielleicht auch unattraktiv gemacht werden, damit im Ort das Fahrrad / Roller etc. mehr Platz haben. Es geht um die Senkung von Stickoxiden und Kohlendioxid in unserer Gemeinde. Außer in Durchgangs- und Landesstraßen ist generell ein Tempo-30 Bereich durchzusetzen.

Straßen sind natürlich weiter auszubauen, auch Anliegerstraßen, bei denen die Anlieger Ihren Beitrag zu entrichten haben. Dabei ist vor allem der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer Rechnung zu tragen. Straßen sind nicht nur für KFZ zu bauen, sondern für alle Verkehrsteilnehmer. Auch auf die Nachhaltigkeit und den ökologischen Aspekten bei der Bauweise ist zu achten (Verkehrsberuhigung, Wasserhaushalt, straßenbegleitendes Grün etc.). Bei möglicherweise neu zu bauenden Straßen sind die Anlieger und Einwohner aktiv mit einzubeziehen und einmal gefasste Beschlüsse umzusetzen.

 


Antwort Schöneicher Liste

Bis zum Redaktionsschluss dieses Artikels lag uns keine Antwort vor.

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Antwort SPD

Verkehrspolitik ist für uns als SPD ein zentrales kommunalpolitisches Aktionsfeld, denn Mobilität für alle ist unverzichtbar in einer lebendigen Gemeinde. Nur so kann sichergestellt werden, dass alle Schöneicherinnen und Schöneicher selbstbestimmt leben und die vielfältigen Angebote nutzen können.

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Dazu gehört zunächst einmal der Geh- und Radwegeausbau. Wir werden das begonnene Ausbauprogramm für Gehwege fortsetzen und weitere Gehwege herstellen bzw. instandsetzen. Besonders wichtig sind uns diese im Hohen Feld, in der Berliner Straße sowie weitere in Fichtenau und Grätzwalde. Wichtig ist für uns auch die Verbesserung der Situation für Radfahrende. Dort, wo eine Benutzung der Fahrbahn nicht zumutbar ist, wollen wir Radwege bauen oder Gehwege so herrichten, dass Radfahrende sie nutzen können. Priorität haben für uns der Verbindungsweg vom Stegeweg zur Dorfaue, die südliche Rahnsdorfer Straße, die Berliner Straße und die Bismarckstraße. Gegenüber dem Berliner Senat werden wir uns für einen Radweg von Fichtenau zum S-Bahnhof Rahnsdorf sowie für mehr und beleuchtete Fahrradstellplätze am S-Bahnhof einsetzen.

Wir setzen uns weiterhin für Straßenausbau und -herstellung ein. Nach der Fertigstellung des Kieferndamms und des ersten Bauabschnitts der Brandenburgischen Straße in diesem Jahr setzen wir uns dafür ein, dass in den kommenden Jahren die Brandenburgische Straße bis zur Karl Liebknecht-Straße erneuert wird. Wichtig sind auch die Dorfstraße rund um die Schlosskirche (einschließlich des Parkplatzes), die Woltersdorfer Straße zwischen Aldi und Wittstockstraße, die südliche Rahnsdorfer Straße sowie die Berliner Straße.

Wie schon in der Antwort zur Mittwochsfrage der vergangenen Woche dargestellt, wollen wir auch das von der Gemeinde beschlossene Maßnahmenpaket für die Herstellung von Sandstraßen zielstrebig umsetzen. Hinsichtlich der Finanzierung der erstmaligen Straßenherstellung strebt die SPD flexible Finanzierungsoptionen an, die der Situation aller Anlieger gerecht werden. Die SPD befürwortet in Kooperation mit den Anliegern funktionsgerechte Ausbaustandards und ist offen für bundesweit etablierte Modelle der Finanzierung des kommunalen Straßenbaus. Mit Rücksicht auf die relativ große Anzahl von Kindern, wird die SPD auch besonders auf die Ausweisung von Spielstraßen achten.

Sehr wichtig ist für uns aber auch die weitere Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. Neben weiteren neuen Straßenbahnen wollen wir einen 10-Minuten-Takt der Straßenbahn 88 im Berufsverkehr einrichten, um so das Angebot für die Pendler attraktiver zu machen. Bei der BVG werden wir uns dafür einsetzen, dass der 161er Bus alle 20-Minuten ins Ortszentrum fährt. Außerdem möchten wir eine Busverbindung von Schöneiche über das Gewerbegebiet zum S-Bahnhof Neuenhagen etablieren. Das Angebot des 420er Busses muss ausgebaut werden, insbesondere für den Schülerverkehr.

Schließlich ist es uns ein großes Anliegen, an erhöhter Verkehrssicherheit an Durchgangsstraßen zu arbeiten. An vielbefahrenen Straßen oder kritischen Verkehrspunkten – z.B. in der Friedrichshagener Straße oder der Ortseinfahrt an der Neuenhagener Chaussee – werden wir uns beim Landesbetrieb Straßenwesen für den Bau von Mittelinseln auf der Fahrbahn einsetzen, um Fußgängern die Straßenüberquerung zu erleichtern.


Antwort DIE LINKE

Um einen Beitrag für saubere Luft, weniger Unfälle und gegen die Klimazerstörung zu leisten, müssen wir in Zukunft anders mobil sein als heute. Zugleich ist Mobilität für uns ein Grundrecht, das allen Menschen zusteht. Deshalb setzen wir uns dafür ein, den Verkehr nach sozialen und ökologischen Zielen zu organisieren. Dabei stehen Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) für uns im Mittelpunkt.

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Wir wollen das Bus- und Straßenbahnnetz ausbauen, sodass mindestens 90 Prozent aller Einwohner*innen in maximal 500 Metern Entfernung eine Haltestelle erreichen, die zu den Hauptverkehrszeiten im 10- bis 30-Minutentakt angesteuert wird. Dazu gehören Anpassungen der vorhandenen Buslinien sowie eine neue Verbindung zur S-Bahnlinie S5 in Neuenhagen oder Hoppegarten. Bei der Straßenbahn wollen wir einen 10-Minutentakt im Berufsverkehr zwischen Schöneiche und Friedrichshagen einführen. Alle 20 Minuten soll eine barrierefreie Straßenbahn fahren.

Im Beirat der Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn GmbH sollen künftig auch Fahrgäste und Beschäftigte vertreten sein. Wir wollen zudem die Einrichtung eines Nahverkehrsbeirates diskutieren.

Unsere Vision ist ein Ausbau des Straßenbahnnetzes in unserer Region. Zum Beispiel durch eine Querverbindung zwischen dem S-Bahnhof Rahnsdorf über Schöneiche zum S-Bahnhof Neuenhagen oder eine Linienverlängerung von Alt-Rüdersdorf Richtung Herzfelde und Hennickendorf.

Auf Bundesebene streiten wir für den ÖPNV zum Nulltarif. In Schöneiche wollen wir als Zwischenschritt ein Modellprojekt für fahrscheinlosen Nahverkehr nach dem Vorbild von Templin oder mit einem Bürgerticket entwickeln. Am besten kann das in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden umgesetzt werden.

Den „SchöneicheBus“ wollen wir erhalten und seine Zuverlässigkeit als besonderes Angebot für Senior*innen und Menschen mit Behinderung sichern.

Wir setzen uns für eine faire Verteilung der öffentlichen Verkehrsflächen zwischen den Verkehrsformen ein. Das heißt, sichere Geh- und Radwege im ganzen Ort (insbesondere für Schulkinder) herzustellen und beschädigte Wege schnell zu reparieren. Dazu gehören weitere Bordsteinabsenkungen, sichere Fußgängerüberwege (etwa im Kieferndamm, der Dorfstraße und der Friedrichshagener Straße), wetter- und diebstahlgeschützte Fahrradabstellmöglichkeiten an Bus- und Bahnhaltestellen sowie eine ortsweite Beschilderung von Fuß- und Radwegeverbindungen zu alltäglichen und touristischen Zielen.

Damit Schöneiche auch ohne Auto sicher verlassen und erreicht werden kann, wollen wir Geh- und Radwegeverbindungen in die Nachbargemeinden ausbauen. Dazu gehört die Strecke von Fichtenau zum S-Bahnhof Rahnsdorf und weiter zum Müggelsee genauso wie ein Radweg von Schöneiche zum Multicenter in Vogelsdorf.

Um innerörtliche Wege auch mit dem Wocheneinkauf, Kindern oder Umzugskisten ohne Auto fahren zu können, unterstützen wir die Idee einer kostenlosen Leihmöglichkeit für Lastenfahrräder. Außerdem möchten wir Familien, Vereine und Firmen beim Kauf von Lastenfahrrädern mit einem kommunalen Förderprogramm unterstützen.

Niemand soll aus Schöneiche verdrängt werden, weil er sich die Anliegerbeiträge beim Straßenbau nicht leisten kann. Deshalb wollen wir die Straßenbau- und Erschließungsbeiträge senken. Eine grundhafte Herstellung von Sandstraßen soll nur durchgeführt werden, wenn die Mehrheit der Anlieger*innen zustimmt. Ansonsten wollen wir das beitragsfreie Modell der „erweiterten Straßeninstandsetzung“ nach dem Vorbild von Bernau einsetzen.

Wohnen und Mobilität sollten immer zusammengedacht werden. Wir sprechen uns für eine Überarbeitung der Stellplatzsatzung aus, um darin die Nähe zu ÖPNV-Haltestellen sowie Parkplätze für Fahrräder, Carsharing und Lademöglichkeiten für E-Autos und Pedelecs zu berücksichtigen. Das ehemalige LPG-Gelände an der Neuenhagener Chaussee wollen wir als Modellprojekt für ein autofreies Ortsquartier entwickeln, das gleichzeitig den Bedürfnissen älterer und beeinträchtigter Menschen gerecht wird. Wir unterstützen zudem Initiativen für Mitfahrgelegenheiten und das Autoteilen in der Nachbarschaft.

Als Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit aller Verkehrsteilnehmer*innen befürworten wir die Einrichtung weiterer Tempo-30-Strecken insbesondere in Wohngebieten und an Schulwegen sowie Mittelinseln zur Verkehrsberuhigung an den Ortseingängen Neuenhagener Chaussee und Friedrichshagener Straße.

Mobilität für alle solidarisch und sauber zu gestalten geht uns alle an. Wir unterstützen deshalb öffentliche Aktionen wie die Idee eines (freiwilligen) autofreien Tages oder die Teilnahme unserer Gemeinde am jährlichen „Stadtradeln“. Außerdem wollen wir die Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung in den Kitas und Grundschulen fördern.

 


Antwort CDU

Verfasser: Ingo Röll

Verkehrspolitik in Schöneiche, vielleicht sollte man es etwas bodenständiger betrachten. Wir freuen uns, dass wir unsere Straßenbahn haben, die durch die neuen Fahrzeuge ein richtig modernes Verkehrsmittel geworden ist. Mit dem vor kurzem beschlossenen 10-Minutentakt zu Hauptverkehrszeiten entsprechen wir den wachsenden Bedürfnissen unserer Pendler.

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Ein Wunsch von uns ist ein durchgehender nächtlicher Anschluss an die S-Bahn an den Wochenenden, um unseren Jugendlichen und anderen Bürgern die Erreichbarkeit der Hauptstadt auch in den Nachtstunden zu ermöglichen.

Ob wir die BVG überzeugt bekommen, für einen bezahlbaren Preis den 161er Bus alle 20 Minuten ins Ortszentrum fahren zu lassen, wissen wir nicht – aber wir werden uns dafür einsetzen! Den 420er Bus nicht nur als Schülerverkehr, sondern als regelmäßige Anbindung nach Erkner ist ein Ziel, für das wir uns stark machen.

Wenn es uns dann noch gelingt, eine ÖPNV Anbindung an das Gewerbegebiet Nord und weiter zur S-Bahn Neuenhagen auf die Beine zu stellen, dann sind wir mit dem ÖPNV sehr gut ausgestattet.

Eine weitere große Aufgabe stellt die Anbindung unserer mobilitätseingeschränkten Bürger an die ÖPNV Haltestellen dar. Dafür wurde der Bus mit den Johannitern in Schöneiche eingeführt und die Verträge mit dem Betreiber gilt es auszubauen. Das heißt, der Betrieb muss sichergestellt sein, so dass sich die Bürger, die darauf angewiesen sind, auf diesen Rufbus verlassen können.

Viele andere Bürger sind im Ort mit dem Fahrrad unterwegs. Sei es zum Einkaufen, zum Arzt oder zu den ÖPNV Haltestellen zu kommen. Daher ist es wichtig, Rad- und Gehwege in einen ordentlichen, barrierefreien Zustand zu versetzen. Zu einem Großteil sind die Wege in einem Zustand, der die Benutzung gefährlich macht. Wer sich im Ort umschaut, wird feststellen, wie viele Senioren ihre täglichen Wege mit dem Rad erledigen und diese sollen nicht aufgrund von unsicheren Wegen stürzen und sich verletzen. Dieselben Rad- und Gehwege nutzen unsere Kinder, um sicher zur Schule zu kommen und die Pendler, um zur Arbeit zu kommen. Wir helfen mit dem Ausbau der Geh- und Radwege einem großen Teil der Bürger und daher werden wir uns dafür stark machen, dass diese zügig ausgebaut werden.

Und jetzt zu den „Sandstraßen“: Ja, mit der CDU werden die Sandwege im Ort nach und nach verschwinden. Auch dort gibt es das Problem, dass die älteren Bürger, genau wie die jungen Eltern mit Kinderwagen, diese bei schlechtem Wetter nicht benutzen können. Seit Jahren wenden sich die Bürger an uns, die unter der ewigen Staubbelastung leiden und sogar krank geworden sind. Bei Starkregen entstehen ganze Seen und machen manche Straße unbegehbar.

Wir als Gemeinde stehen in der Verantwortung, diese Wege passierbar zu machen und die Erschließung der Grundstücke dort sicher zu stellen. Die alten Sandwege genügen den heutigen Verkehrsanforderungen nicht mehr und kein Bürger möchte erleben, dass die Müllabfuhr den Müll nicht mehr an der Haustür abholen kann, weil die Fahrer Sorge haben, dass ihr Fahrzeug stecken bleibt.

Dass die Beiträge der Bürger dabei so gestaltet sein müssen, dass niemand wegen dieser Kosten sein Grundstück verkaufen muss, versteht sich von selbst. Aber wenn wir mit demStraßenbau vorankommen wollen, müssen sich alle beteiligen.


Antwort UBS/BBS

Ausgewogen! Und ja, wir wollen weiter Straßen ausbauen – aber auch noch viel mehr Geh- und endlich auch Radwege!

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Hauptstraßen So kämpften wir seit 2005 zusammen mit den Anwohner und der Bürgerinitiative für den Ausbau der Brandenburgischen Straße als Hauptverkehrsstraße in unser Ortszentrum – u.a. mit unserem Bürgerbegehren „Schöneicher Lebensader endlich sanieren“. Daher freuen wir uns sehr, dass diese wichtige Verbindung in unser Ortszentrum nun endlich ausgebaut wird. Und Dank der von uns mit initiierten und vom Dachverband der parteiunabhängigen Wählergruppen in Brandenburg – den Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen / Freien Wähler durchgeführten Volksinitiative „Straßenausbaubeiträge abschaffen!“ im Herbst 2018 werden jetzt auf die Anwohner keine Straßenausbaubeiträge mehr umgelegt bzw. erhoben. Der Landtag Brandenburg hat nämlich die mit 108.333 Unterschriften erfolgreichste Volksinitiative in der Geschichte des Landes am 10. April angenommen. Das kommt natürlich auch den Anwohnern am Kieferndamm zugute, der auch endlich zu Ende gebaut wird.

Gehwege Genauso setzen wir uns aber auch schon sehr lange für den Ausbau der Fuß- und Radwege ein (erste Antrag in de Gemeindevertretung im Herbst 2008 zur Absenkung der Bordsteine an Kreuzungen, danach viele zur Beseitigung von Gefahrenstellen durch Wurzeln und sonstige extreme Unebenheiten) um den Umstieg auf umwelt- und klimafreundliche Mobilitätsformen zu fördern, denn die Wege in Schöneiche sind in der Regel relativ kurz und oftmals auch gut zu Fuß oder mit dem Rad zu erledigen. Leider mussten wir uns vielen Jahre lang vom Bürgermeister anhören, dass Fuß- und Radwege nur gebaut würden, wenn die entsprechenden Straßen saniert oder ausgebaut werden – was aber über viele Jahre (bis 2016) so gut wie nie vorkam – abgesehen von den Landesstraßen (Friedrichshagener Str., Kalkberger Str., Schöneicher Str. und Rahnsdorfer Str. – in Teilen; diese liegen jedoch in der Verantwortung und Baulastträgerschaft des Landes). Wir freuen uns aber, dass es seit 2014 nunmehr endlich eine Ausbaukonzeption für Gehwege gibt mit der schrittweise wenigstens wichtige Fußwegverbindungen in unserer Gemeinde ausgebaut werden. Wir halten hier allerdings ein größeres Engagement unserer Gemeinde (auch finanziell) und eine schnellere Umsetzung – auch angesichts der weiter wachsenden Zahl von Senioren in Schöneiche – für dingend geboten.

Radwege Mehrfach in den letzten zehn Jahren haben wir darauf hingewiesen (Antrag „Umsetzung Radwegkonzept zur Schaffung eines Radwegenetzes“ zur GV am 20.5.2009, Antrag 96/2015 „Ausbau eines Radweges in der südlichen Rahnsdorfer Straße bis Einmündung Parkstraße“ zur GV am 19.02.15, etc.), dass es dringend an der Zeit wäre das bestehende Radverkehrskonzept unserer Gemeinde von 1998 endlich wenigstens schrittweise umzusetzen – auch um den Umstieg auf umwelt- und klimafreundliche Mobilitätsformen zu fördern. Leider gab es dazu bis vor Kurzem den gleichen Verweis wie zu den Fußwegen, weshalb wir hier einen sehr großen Nachholbedarf haben. Jetzt endlich – im Frühjahr des Jahres 2019 – hat die Gemeindevertretung endlich eine Ausbaukonzeption für unsere Radwege beschlossen – deren Umsetzung jedoch unter einem Finanzierungsvorbehalt steht. Also nur dann erfolgt wenn Gelder für die entsprechenden Radwege in den Haushalt der Gemeinde und die mittelfristige Finanzplanung eingestellt werden. Dafür werden wir uns natürlich weiter einsetzen.

Anliegerstraßen Ebenso haben wir uns für den Ausbau der Anliegerstraßen mit unserem Antrag 195/2015 Sandstraßensanierungsbudget vom 29.10.15 für den schrittweisen Ausbau der Anliegerstraßen eingesetzt, weil wir bereits damals den Menschen nicht mehr erklären konnten, warum gut 26 Jahre nach dem Fall der Mauer in ihren Straßen noch immer nichts passiert ist und sie sich Jahr ein Jahr aus mit der extremen Staubentwicklung im Sommer und den tiefen Pfützen im Winter herum schlagen müssen. Leider haben jedoch die Parteienvertreter in der Gemeindevertretung und der Bürgermeister Ende September 2018 den Ausbau von insgesamt 62 Sandstraßen gegen den mehrheitlichen Willen der Anwohner in 50 davon rücksichtslos und über deren Köpfe hinweg beschlossen. Wir haben darauf umgehend mit einem noch laufenden Bürgerbegehren zur Selbstbestimmung der Anwohner reagiert („Gerechter Straßenausbau“ – Ausbau nur bei demokratischer Mehrheit dafür), dem nur noch wenige Unterschriften bis zu den erforderlichen 10 Prozent der Wahlberechtigten in Schöneiche fehlen. Also kommen Sie für Ihre Selbstbestimmung Unterschreiben an unsere Infostände immer nachmittags ab ca. 15:30 – 19:30 Uhr vor Edeka oder Aldi Unterschreiben (Samstags ca. 8:30 – 12:30 Uhr).

ÖPNV Bereits 2013 haben wir ein Konzept für einen Schöneicher Ringbusverkehr insbesondere für mobilitätseingeschränkte ältere Menschen – erarbeitet, einen Betreiber dafür gefunden und dies rund eineinhalb Jahre öffentlich gemacht und versucht durchzusetzen. Leider hat der Bürgermeister (Jüttner) und die Parteienvertreter das als nicht machbar abgelehnt, um dann ein halbes Jahr später auf Vorlage des Bürgermeisters hin den „Schöneiche-Bus“ einzuführen. Damit sind wir die einzigen die in den zurückliegenden 15 Jahren überhaupt eine Verbesserung und Erweiterung unseres ÖPNV vorgeschlagen haben und realisieren konnten. Aber natürlich muss auch der Bus 161 endlich im 20-Minuten-Takt bis zum Ortszentrum bzw. vor das Rathaus (Wendeschleife) fahren und natürlich sollte auch unsere Straßenbahn SRS wenigstens im im Berufsverkehr im im 10-Minuten-Takt zum und vom S-Bahnhof-Friedrichshagen fahren um auf den Takt der S-Bahn abgestimmt zu sein und unnötige Wartezeiten bei jeder zweiten S-Bahn endlich der Vergangenheit angehören zu lassen. Darüber hinaus setzen wir uns auch schon seit Jahren für ein besseres Angebot der SRS in den Abendstunden und am Wochenende ein, damit der Besuch von abendlichen Veranstaltungen in Berlin vor allem am Wochenende auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln und ohne Parkplatzprobleme in Berlin problemloser möglich wird.

 


Antwort B’90/Grüne

Verfasser: Stefan Brandes

Wir haben ein Problem: die Klimaerwärmung. Wir müssen versuchen, sie zu verlangsamen. Das geht nur, wenn wir unsere Verkehrspolitik umstellen. Wir brauchen mehr Angebote für Fußgänger, Radfahrer und Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs. Für diese drei Gruppen wollen wir vorrangig Verkehrspolitik gestalten. Das heißt:

  • mehr Gehwegabsenkugen an Kreuzungen und Stolperstellen sowie weiterer Gehwegausbau,
  • mehr und vor allem durchgehende Fahrradstrecken statt freigegebener Fußwege und
  • ein dichterer Takt bei Straßenbahn und Bus, außerdem die Verbindung vom Ortszentrum über das Gewerbegebiet zur S5.

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(Verfasser: Stefan Brandes)

Straßenausbau steht für uns nur im Fokus, wo wir zum Beispiel Pflasterstraßen wie den Bunzelweg für Fahrräder ertüchtigen können. Und weil wir die Frage immer wieder hören: Der Sandstraßenausbau hat für uns keinen Vorrang – insbesondere nicht, solange die Finanzierung nicht geklärt ist. Die Ausnahme ist dabei, wenn wirklich eine übergroße Mehrheit der Anwohner einen Ausbau wünscht und ihn auch zu 90 % bezahlen möchte, dann soll die Straße auch ausgebaut werden. Dieser Fall ist allerdings relativ selten. Solange die Berliner Straße immer noch keinen durchgehenden Fußweg zum Kindergarten und zum Sportplatz hat, sind Anliegerstraßen für uns nachrangig.


Antwort FDP

Verfasser: Lutz Kumlehn/Peter A. Pohle

Viele Jahre sind die Straßen in Schöneiche sträflich vernachlässigt worden. Trotz vieler Anträge, die wir als FDP in den letzten Wahlperioden gestellt haben, um mehr Geld in den Unterhalt und den Bau von Straßen zu investieren, wurde der Fokus durch die Mehrheit der Gemeindevertretung eher auf den Hochbau gelegt. Wir begrüßen es, dass offenbar durch den Wechsel des Bürgermeisters die SPD auch die Straßen für sich entdeckt hat.

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Besucher unseres Ortes fällt oft als erstes der schlechte Zustand der Fahrbahnen auf.

Wir als FDP fordern weiterhin die kontinuierliche und verstärkte Unterhaltung und Instandsetzung der Straßen im Ort.

Die Gemeindeverwaltung muss sich vehement beim Eigentümer der Landesstraßen, dem Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg, dafür einsetzen. Insbesondere die Friedrichshagener Straße muss dringend saniert und mit einer Fahrbahn aus Flüster-Asphalt ausgestattet werden. Querungshilfen sind ebenfalls vorzusehen.

Vorhandene Gehwege sind zu sanieren, Bordsteine müssen abgesenkt werden.

Radwege sollen dort, wo starker Verkehr die Radfahrer gefährden könnte, zu planen. Dies auf der Grundlage eines Radwegekonzepts.

Hauptstraßen, sollen Hauptstraßen bleiben. Eine generelle Tempo 30 Einführung lehnen wir entschieden ab.

Sandstraßen, die schon seit Jahrzehnten bewohnt werden sollen, ohne die Anwohner zu belasten, ausgebaut werden. Dabei würde auch ein vereinfachter Straßenbau ohne Regenentwässerung und ohne Gehwege in Betracht gezogen werden.

Wir wollen den Nahverkehr attraktiver mach und erreichen, dass jeder Schöneicher die nächste Haltestelle in 500 Meter erreicht. Neben den 10 Minutentakt der Straßenbahn wollen wir in Schöneiche, Woltersdorf, Erkner und Grünheide ein Rufbussystem einrichten, mit dem auch die Gewerbegebiete und die S-Bahn in Neuenhagen erreichbar ist.


Die Reihenfolge der Kandidaten ist durch die Ergebnisse der letzten Kreistagswahl vorgegeben und rotiert.

 


Mehr zu den Listen und Kandidaten finden Sie hier:

22 aus 90: Neun Listen für die Wahl der Gemeindevertretung zugelassen

Mittwochsfrage 1 – Schulstandorte

Mittwochsfrage zur Kommunalwahl 2 – Gestaltung des Haushalts der Gemeinde

Mittwochsfrage zur Kommunalwahl 3 – Klimawandel

Mittwochsfrage zur Kommunalwahl 4 – Schöneiche in 20 Jahren

Mittwochsfrage zur Kommunalwahl 5 – Bezahlbarer Wohnraum

Mittwochsfrage zur Kommunalwahl 6 – Sandstraßen

 

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RSO
Redaktion Schöneiche Online