(PM/DB) Die Strecke Berlin – Frankfurt (Oder) – Bundesgrenze (D/PL) wird für Geschwindigkeiten bis 160 km/h modernisiert, wodurch kürzere Fahrzeiten ermöglicht werden. Moderne Elektronische Stellwerkstechnik (ESTW-Technik) erhöht zudem die Leistungsfähigkeit der Strecke. Mit dem Ausbau der Strecke wird auch die Anbindung des mitteleuropäischen Raums an Osteuropa, insbesondere Warschau, verbessert.

Die Ausbaustrecke Berlin – Frankfurt (Oder) – Bundesgrenze (D/PL) ist Bestandteil der europäischen Verkehrsachse Paris – Berlin – Warschau und besitzt eine große Bedeutung für den grenzüberschreitenden Personen- und Güterverkehr. Die 85 Kilometer lange Strecke wird seit 1997 modernisiert und für Geschwindigkeiten bis 160 km/h ausgebaut. Das ermöglicht unter anderem kürzere Fahrzeiten zwischen Berlin und Frankfurt (Oder). Vor dem Ausbau waren maximal 120 km/h möglich.

Berlin-Hirschgarten bis Erkner

Der Streckenabschnitt wurde bereits im zweigleisigen Betrieb mit 160 km/h Höchstgeschwindigkeit in Betrieb genommen. Im Rahmen des Projekts wurden unter anderem rund zehn Kilometer Oberleitung sowie die Gleisanlagen erneuert. Zudem wurde der Gleisabstand zu der parallel verlaufenden S-Bahntrasse vergrößert.

Die Eisenbahnüberführungen (EÜ) „Neuenhagener Mühlenfließ“, „Straße nach Fichtenau“ und „Fredersdorfer Mühlenfließ“ wurden erneuert. Zur Verkehrsstation Berlin-Friedrichshagen wurde am Fürstenwalder Damm ein neuer Zugang aus Richtung Süden für Fußgänger und Radfahrer errichtet.

Des Weiteren wurden insgesamt rund 3.900 Meter Lärmschutzwände errichtet, die für die Anwohner Lärmbeeinträchtigungen durch den Schienenverkehr spürbar verringern.

Der Personentunnel am S-Bahnhof Berlin-Wilhelmshagen ist noch nicht fertiggestellt. Hier steht die Genehmigung für die innovative  Bauweise aus.

Bahnhof Köpenick

Als letzter Abschnitt mit einer Länge von rund drei Kilometern wird der Bahnhof Köpenick umgebaut. Dort werden ein Bahnsteig für den Regionalverkehr, ein Elektronisches Stellwerk (ESTW) sowie Stützbauwerke errichtet. Darüber hinaus werden westlich der Bahnhofstraße ein Zugang zur S-Bahn sowie östlich eine Personenunterführung mit Zugängen zum S- und Regionalbahnsteig gebaut. Mit dem Bau von zwei Aufzügen wird die Verkehrsstation auch barrierefrei. Ein drittes Gleis mit Anbindung an den Berliner Außenring ist ebenfalls vorgesehen. Es werden vier Eisenbahnüberführungen erneuert und Lärmschutzwände errichtet.

Das Projekt wird mit Mitteln aus dem CEF-Förderprogramm durch die EU kofinanziert.

RSO on FacebookRSO on GoogleRSO on TwitterRSO on VimeoRSO on Youtube
RSO
Redaktion Schöneiche Online