(PM/DIE LINKE) Künftig sollen im Beirat der Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn (SRS) GmbH auch Vertreter*innen der Fahrgäste und der Beschäftigten des Unternehmens mitreden dürfen. So beschloss es die neugewählte Schöneicher Gemeindevertretung bei ihrer konstituierenden Sitzung im Juni auf Antrag der Linksfraktion.

Nur Kommunalvertreter*innen im Beirat

Bislang besteht der Beirat, der Geschäftsführung und Betriebsleitung der SRS bei der Weiterentwicklung des Trambetriebes beraten und unterstützen soll, lediglich aus Vertreter*innen der Landkreise Oder-Spree und Märkisch-Oderland sowie der Gemeinden Schöneiche und Rüdersdorf. Also den Kommunen, welche die Straßenbahn co-finanzieren. Schöneiche und Rüdersdorf sind zudem je 15-prozentige Gesellschafterinnen der SRS GmbH und wirken über ihre Bürgermeister bei Beschlüssen der Gesellschafterversammlung mit. 70 Prozent des Unternehmens gehören der Niederbarnimer Eisenbahn AG.

Breite Interessenvertretung und Transparenz gewährleisten

Um in Zukunft eine breitere Interessenvertretung im SRS-Beirat zu gewährleisten, beantragte DIE LINKE in der ersten Sitzung der neugewählten Schöneicher Gemeindevertretung eine Erweiterung des Gremiums um jeweils zwei Vertreter*innen der Fahrgäste und der Beschäftigten. Das Anliegen fand bei der Abstimmung eine breite Mehrheit (15 Ja, 3 Nein, 4 Enthaltungen). Nun muss Bürgermeister Ralf Steinbrück (SPD) mit Rüdersdorf und den Landkreisen über den Vorschlag verhandeln. Dieser beinhaltete außerdem, dass der Beirat künftig öffentlich tagen soll.

DIE LINKE
Rund 60 Mitglieder und parteilose Unterstützer*innen sind DIE LINKE in Schöneiche bei Berlin. Bei der Kommunalwahl im Mai 2019 erhielt unsere Partei mit 17,5 Prozent die zweitmeisten Stimmen. Die Linksfraktion in der Gemeindevertretung hat vier Mitglieder und benennt 10 sachkundige Einwohner*innen.