(Satire/Kater)

Die Tatsachen im Dorf lassen! Soll heißen, die Tatsachen als Tatsachen darzustellen, Euch Menschen, also Euch Einwohner tatsächlich gegenseitig einzubeziehen.

K(r)ampf um eine breitere Einwohnerbeteiligung in der Schöneicher Satzung! Aber die z.B. am 11.2. in der GV-Sitzung anwesenden Einwohner, also die wirklich interessiert sind am politischen Geschen im Ort, werden schon mal nicht einbezogen. „Vom § 3 wollen wir den ersten Satz gestrichen haben, den zweiten vorläufig aussetzen, § 7 überhaupt und die folgenden zerkleinern“, und die neue Geschäftsordnung gabs als Tischvorlage… und Publikum und Katzentier, von der MOZ ganz zu schweigen, fragen sich „also was jetzt?“ Wovon reden die? Naja, die Einwohnerversammlung heißt jetzt Einwohnerforum. Und die Gemeindevertreter werden gesondert schriftlich eingeladen, damit sie ihre Einwohner nicht aus Versehen übersehen.
Namentliche Abstimmung verlangt von den Linken, ebenso oft vom Einzig Wahren. Das wird dann in Veröffentlichungen verwendet. Ihre eigenen Ja-Stimmen werden positiv wortreich erläutert. Die Nein-Stimmen nicht begründet. Das sind die Bösen, die haben keine Ahnung, wollen die Gemeinde zugrunde richten. Schließlich lassen sich die Ja-Sager ihre Prinzipien nicht durch Grundsätze kaputt machen! Zum Beispiel die Resolution für Demokratie und Toleranz gegen Verleumdungen und Gewalt. Das lebt Schöneiche eigentlich vor, freie Meinungsäußerung, fairer respektvoller Umgang miteinander! Breite Diskussion am Tisch, dass das im Ort selbstverständlich ist, einschließlich unseres Cafés International. Überhaupt darf in Deutschland jeder sagen, was er denkt, selbst wenn er dabei das Denken überspringt. Allerdings hoben dann bei der Abstimmung 15 doch trotz des vorangegangenem Wortgefechts die Hand für die Resolution, 4 waren dagegen, 1 Enthaltung. Da ich recht alt bin, möchte ich dazu bemerken, dass mich die Resolution an das sozialistische Vaterland erinnert!!

Änderung der Sandstraßen-Satzung. Bei Erschließung haben die Anwohner nur noch 80% der Kosten zu zahlen. In Erkner, polterte der Einzig Wahre, zahlen die Betroffenen nur 60%. Stimmt leider nicht, so der Bürgermeister, dort beträgt der Beitrag 90%.

Die Linken jubeln, dass gemeindliche Leiharbeitskräfte nunmehr „fair“ bezahlt werden! Gleicher Lohn für gleiche Arbeit! 5 haben dagegen gestimmt, 5 sich enthalten. Namentliche Veröffentlichung. Keine Begründung z.B. dass diese Arbeitskräfte bei ihrer Leiharbeitsfirma einem Tarifvertrag unterliegen? Der Arbeitsmarkt braucht dringend Fachkräfte. Warum wohl entscheiden sich Profis für Zeitarbeit? Weil sie so unfair bezahlt werden und die Dienstpläne so unübersichtlich sind wie Beipackzettel? Bei uns waren das übrigens 11 Fälle in 4 Jahren in Rathaus, Kita, Schule.

Ansonsten gibt’s für die Gemeindevertreter mehr Geld, also mehr Entschädigung. Seit 2004 gabs keine Erhöhung, obwohl sich 2015 mal was geändert hat. Und für den papierlosen Sitzungsdienst wird für 500 € ein PC bezahlt, oder auch nicht. Weil es für die Sitzungsteilnahme ja auch mehr Geld gibt. Zu kompliziert für mich, miau!! Übrigens der jährliche Mitgliedsbeitrag bei den fahrradfreundlichen Kommunen kostet 1000 €, der beim ADFC 255,65 €.

Im Gewerbegebiet wollte die SPD den Flächennutzungsplan ändern. Die CDU geht davon aus, dass der nicht geändert werden muss, nur dass Flächenanteile auf der östlichen Seite wegen Erweiterung erworben werden müssen. Weil, Tesla ick hör dir trapsen!

Ihr lieben Menschen, Ihr könntet so viel aus Euern eigenen Fehlern lernen, wenn Ihr nicht damit beschäftigt wärt, sie bei anderen zu suchen. Im Moment ist Katzen-Journalismus ein äußerst nerviger Job! Was jetzt nichts mit der allgemeinen Krisensituation zu tun hat.

Ihre Miau-Journaille

Quelle: Schöneiche konkret, 4/20

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Redaktion Schöneiche Online