(Artikel/RSO) Erinnern Sie sich noch, an Ronny, den Rüpel-Storch in Glambeck? Er war auf Partnersuche im Dorf und wenn er sein Spiegelbild in einer Fensterscheibe oder im Autolack sah, dann hackte er kräftig ein, um seinen „Nebenbuhler“ zu vertreiben. Mittlerweile ist er brav, kommt jedes Jahr wieder, landet auf dem Kirchendach, wo man für ihn einen Horst angebracht hat, baut an seinem Nest, seine Störchin folgt, und er ist ein fleißiger Familienvater…

Nun haben wir leider in Schöneiche an der Rüdersdorfer Straße einen Ronny. Schon das zweite Jahr! Wenn es hell geworden ist, fliegt der Buntspecht eine der Straßenlaternen an und hackt kräftig von oben drauf. Klingt echt voluminös. Dieser Klangkörper begeistert ihn offensichtlich. Manchmal antwortet eine Spechtin, wie ein nachbarlicher Beobachter beim Hören gesehen haben will, aber eben auch nicht baumgerecht! Frauen lernen ja schnell. Wenn man Glück im Schlafmodus hat, wechselt er auch die Laterne. Aber klingt eben echt laut. Wenn man ganz großes Glück hat, setzt er auch mal eine halbe Stunde mit dem Morsen aus. Leider wartet man im Halbschlaf, dass es wieder losgeht. Das tut es auch prompt! Allerdings hat er die Tauben vertrieben, die mit ihrem Gurren auch nerven. Gegen 10 Uhr beendet er seine morgendliche Schlagzeugbalz. Aber wie kommt er dann zu seinen Käfer-Würmer-Frühstück, wenn er keinen echten, wenn auch hohlen Baum bekloppt? An Unterernährung und Entkräftung soll er ja auch nicht sterben. Der Klang-Specht.

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Redaktion Schöneiche Online