(Satire/Kater)

Wie schon letztens angesagt, Sondersitzung und reguläre Sitzung. Teil 1: Die Verwaltung hatte paar strategische Verwaltungsentscheidungen zum Vorkaufsrecht und einer Veränderungssperre, und die Fraktionen konnten endlich ihre Lieblingsideen öffentlich formulieren. Die Linke wollte wieder die Fraktionen in die Rathaus Nachrichten hieven, um die Meinungsvielfalt widerzuspiegeln. Aber nach vielfältiger Diskussion war die Mehrheit dann doch dafür, die Rathaus Nachrichten als Rathaus-Nachrichten zu belassen. Grüne/NF haben durchgesetzt, dass die Radfahrer rechtlich auch auf der Straße der Brandenburgischen Straße fahren dürfen, allerdings muss es das Verkehrsamt noch gestatten. Die SPD will Fachtagung und Konzept für Kunst- und Kulturgemeinde. Und die CDU will in der Waldgartenkulturgemeinde, dass sich die Gemeinde zum Tag der Offenen Gärten dazu auch finanziell bekennt. BBS/FDP/SCHÖN hatte Tesla und Corona in der Pupille. Mehr waren nicht da.

Apropos Corona und Teil 2 am 13.5. Und um gleich erstmal den anwesenden Einzig Wahren abzuarbeiten: Während des Bürgermeister-Berichts latscht er lautstark zu einer Anzahl Gemeindevertreter und verteilt seine Keime ohne Schutzmaske in deren Ohren. Während der Einwohnerfragestunde hatte er „flexible Ideen“, die juristisch nicht hinhau(t)en. Und der Gemeindewehrführer erklärte ihm auf Anfrage, warum er zur Jahreshauptversammlung der FFW keine Einladung erhielt. Antwort: Stichwort Ordnungsamt und Stasi in der letzten Sitzung; das brachte ihm diesen Löscheinsatz der Feuerwehr. Und schließlich fokussierte der Einzig Wahre die „extrem dreiste und widerwärtige Verschleppungspraxis“ des Bürgermeisters behufs des Bernauer Straßenerschließung Modells. Nun gut, man muss auch immer mal Niveau vermeiden. Wobei schlimmer geht immer.

Jede Fraktion trug dann zum Bernauer Modell emotional ihr Für und Wider vor: Eine Voruntersuchung für grundhaften Ausbau oder gleich die „Erweiterte Instandhaltung“? – Und wer macht das? – Kein Fachbetrieb sondern ein Ingenieurbüro!? – Bei manchen Straßen geht diese kostenfreie Befestigung mit einer Deckschicht nicht. – Achtung, Anlieger sind nicht immer Eigentümer! – Es ist sowieso keine dauerhafte Lösung! – Und die, die ihre Straße schon bezahlt haben, müssen finanziell beim Bernauer Modell wieder mit ran. – Schließlich bei namentlicher Abstimmung: 12 dafür und 11 dagegen. Beifall von den Dafürern.
Aber es wurde auch zügig und einvernehmlich gearbeitet. Gehweg Hohes Feld, sowie Woltersdorfer Straße zwischen Rüdersdorfer und Kieferndamm. – Gemeindliches Vorkaufsrecht für Entwicklungsflächen. – Änderung des Flächennutzungsplans für Berliner Straße Nord und Weisheimer. – Kanaldurchlässe Lindenstraße. – Der Mietspiegel bleibt für den zugewiesenen zeitlichen Ablauf unverändert. – Die kostenlose Vermietung von Lastenfahrrädern haben sich mit der Anzahl von 2 mehrheitlich durchgesetzt. Pro Klimaschutz! Wie das praktisch funktioniert, wird die Verwaltung schon hinkriegen?!
So, mein Platz ist um. Aber trotzdem noch was: Es ist doppelt schade, dass in diesem Jahr das Heimatfest ausfällt. Erstens, weil es eben nicht stattfindet; doppelt, weil wir gewiss eine Premiere gehabt hätten, denn unser Neumarkt hat den Namen „Marktplätzchen“ bekommen. Und da hätten uns Petersiks gewiss mit Marktplätzchen überrascht und verwöhnt. Aber aufgehoben ist nicht aufgeschoben!!

Ihre Miau-Journaille

Quelle: SchöKo  6/20

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Redaktion Schöneiche Online