Grußbotschaft der Wildschweine

(Satire/Wildschwein)

Das relativ Neueste aus der Gemeindevertretung. Ich weiß, da haben wir eigentlich nichts zu suchen, das ist Katers Sache. Aber jetzt wo man sich so schön verhüllkleiden kann, konnte ich nicht widerstehen und bin da auch mal unerkannt hin. Und der, der dort immer als der Einzig Wahre residiert, der hat mich nicht enttäuscht!

TOP Aktualisierung der Straßenausbaukonzeption, eingebracht von der UBS-Fraktion. Streitbare Unterhaltung, denn die Konzeption ist uralt, Ja, sagt der Bürgermeister, aber bei INOEK – das ist die Ortsentwicklung bis 2030 – ist das ja alles neu formuliert. Aber das ist auch schon wieder zwei Jahre her. Und so fordert der Ober-UBSer, der Einzig Wahre, neue Ausbau-Prioritäten. Und jetzt kommts: Die Lübeckerstraße ist ganz wichtig! Er begründet, warum die an die erste Ausbaustelle muss. Gerüchten zufolge wollte er auch den Gehweg in der Sitzung vorher an die Ausbauspitze hieven. Doch von der ganzen Straße gehört uns ja nicht die ganze Straße, sondern bloß der vordere Teil. „Uns“ ist jetzt bissel falsch, denn uns Wildschweinen gehört der größere Teil, wo Straße durch Wald. Und wir brauchen da keinen Ausbau! Glücklicherweise hat der Einzig Wahre nicht mit Berlin verhandelt. Also einfach keine Panik vermeiden! Aber neugierig wäre ich schon, warum die anderen Gemeindevertreter ihn nicht aufgeklärt haben? Vielleicht haben die auch keine Ahnung, oder sie meinen, Ohren zu, lass den mal reden! Na gut, ich gehör da ja auch nicht hin in die Sitzung.

Aber noch was anderes: ein Vorschlag zum Punkt Schöneiche-Bus: Die Johanniter hatten ja Fahrermangel und haben den Vertrag gekündigt. Jetzt soll wieder so was ähnliches angeboten werden, aber anders und teurer. Und jetzt mein Vorschlag: Ihr habt doch die neuen Lastenfahrräder?! Und eins heißt auch noch „Täve“! Na, da lacht doch das junge Seniorenherz! Und sicher auch die Linken, denn die Senioren können jetzt klimafreundlich von ihren erwachsenen Kindern oder Enkeln oder wer aus Euren Sportvereinen zum Arzt oder Supermarkt in dem Fahrradkarren gekarrt werden, außerdem sich dabei noch individuell mit Kissen und Decken liebevoll umsorgen lassen! Darüber hinaus sind die Grünen sicher wegen der günstigen Ökobilanz ebenfalls dafür. Und die zeitlich ausgebremsten Sportler werden sich darum reißen!
Ist meine Idee nicht großartig?!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Redaktion Schöneiche Online

2 Gedanken zu „Grußbotschaft der Wildschweine

  1. Anna Kruse Antworten

    Hallo Wildschwein, hallo Senioren,

    gute Idee, ich würde Bedürftige wohin kutschieren mit Täve, bitte mindestens 24 Stunden vorher das Rad reservieren und mir dann auch Bescheid geben – ich gebe mein Bestes

    Anna Kruse – Grüne

  2. W.Wrase Antworten

    So ein gebildetes Wildschwein, welches vermutlich auch wegen der afrikanischen Schweinepest sich schön verhüllt-gekleidet hat, sollte die Klassifizierung von Straßen, zumindest in Brandenburg kennen.
    Hauptverkehrsstraßen,
    Haupterschließungsstraßen,
    Sammel-und Erschließungsstraßen,
    Anliegerstraßen,
    == Gemeindeverbindungsstraßen==,
    straßenunabhängige Radwege und Gehwege,
    und land- und forstwirtschaftliche Wege!
    Die Lübecker Bindestrich Straße wird inzwischen viel häufiger gewählt, wenn man am S-Bahnhof Rahnsdorf nicht mehr durch Fichtenau fährt, weil man ja inzwischen weiß,
    ab Dienstag 12.30 Uhr gibt es dort seit Oktober 2020 keine Möglichkeit mehr den nunmehr nachmittags geschlossenen Back-Shop aufzusuchen.
    Allein wegen eines Briefkastens an der Geschwister-Scholl-Straße zu halten, dazu sind die Abholzeiten täglich zu spät.
    Man fährt lieber den Alten Fischerweg geradeaus, biegt rechts in die Raisdorfer Straße ab, überquert die Brandenburgische Straße und setzt seinen Weg über die Lübecker Straße, Forststraße, den Kieferndamm nach Woltersdorf rechts abbiegend oder auch nach Vogelsdorf/ Rüdersdorf, dann über die Jägerstraße fort.
    Auf dieser gesamten Strecke gibt es kein „Rumpelpflaster“!
    Ja und die letzten 375 m ab der Geschwister-Scholl-Straße sind eben unvollendet für Fußgänger und Radfahrer.

    Kleines Grausen:

    Die Geschwister-Scholl-Straße nach Norden gehend, da stolpern von der Seestraße bis zur Rüdersdorfer Straße nur Fußgänger, Hunde und Radfahrer mindestens an 14 sichtbaren „Gehweg-Verwerfungen“ zuerst über ihren Mut, dann über ihre Beine.
    Ab Rüdersdorfer Straße läuft es sich entspannt bis zum Mittel-Zentrum.

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