Schöneiche prüft Carsharing-Angebot

(PM/DIE LINKE) In unserer Gemeinde könnte es bald ein Carsharing-Angebot geben. Im Mai beauftragte die Gemeindevertretung den Bürgermeister, die Voraussetzungen dafür zu prüfen. Einen entsprechenden Antrag dazu hatten die Fraktionen DIE LINKE und SPD gemeinsam eingebracht.

Die Idee ist einfach: Die Gemeinde schafft in diesem Jahr über ein Leasingmodell zwei E-Autos als Dienstfahrzeuge an. Abends, am Wochenende oder an Feiertagen, werden die Autos von den Rathausmitarbeiterinnen und -mitarbeitern nicht genutzt. Statt herumzustehen, könnten sie in dieser Zeit vermietet werden.

Dieses Modell gibt es deutschlandweit bereits in vielen Kommunen, zum Beispiel im Landkreis Barnim unter dem Namen BARshare. Dort könnte sich, wenn alles klappt, auch Schöneiche andocken und das bestehende Buchungs- und Bezahlsystem mitbenutzen.

Warum Carsharing?

Hinter dem Carsharing steht der Gedanke, ein Auto mit vielen Menschen zu teilen, ohne dass jede oder jeder selbst ein Fahrzeug besitzen muss. Ein eigener Pkw kostet durchschnittlich 425 Euro pro Monat. Wer nur gelegentlich fährt, spart mit Carsharing also eine Menge Geld. Das hilft zum Beispiel Familien mit niedrigen Einkommen, die sich ein eigenes Auto oft vom Munde absparen müssen. Wer etwa von „Hartz 4“ leben muss, hat monatlich gerade einmal 39 Euro für Verkehr zur Verfügung.

Carsharing spart auch Platz. Denn unsere Autos steht meist den Großteil des Tages herum. Jedes nimmt dabei rund 12 Quadratmeter in Anspruch. Wer dank Carsharing auf ein eigenes Stehzeug verzichten kann, sorgt für weniger zugeparkte Straßen oder Grundstückseinfahrten. Und natürlich spart Carsharing auch Ressourcen, weil weniger Autos produziert werden müssen.

Das hat eine Mehrheit der Gemeindevertretung überzeugt. Sie stimmte dem Vorschlag mit 10 Ja- gegen 7 Nein-Stimmen bei 2 Enthaltungen zu.

DIE LINKE
Rund 60 Mitglieder und parteilose Unterstützer*innen sind DIE LINKE in Schöneiche bei Berlin. Bei der Kommunalwahl im Mai 2019 erhielt unsere Partei mit 17,5 Prozent die zweitmeisten Stimmen. Die Linksfraktion in der Gemeindevertretung hat vier Mitglieder und benennt 10 sachkundige Einwohner*innen.

Ein Gedanke zu „Schöneiche prüft Carsharing-Angebot

  1. Dr. Ralf Kalke Antworten

    Hallo verehrte LINKE, GRÜNE, hallo geneigte Mitleser bei Schöneiche Online.
    Endlich kommt ein hoffentlich auch PRAKTIKABLES Carsharing-Angebot auch nach Schöneiche. Das könnte ein Teil der Verkehrswende sein, für die so viele Leute wirklich Sympathie hegen.
    Genau solche ANGEBOTE müssen den Bürgern gemacht und dann evaluiert werden, was noch besser zu machen ist. Nicht der Weg über VERBOTE oder politisch verordnete, administrativ umgesetzte Einschränkungen, Regeln, Sanktionen oder „BONUSSYSTEME“ sind der Weg für eine freiwillige, individuell selbstbestimmte Mitarbeit der Bevölkerung. Teile der Politik verfolgt einen anderen Weg: siehe Ergebnisse der Studie des BMBF “Zukunft von Wertvorstellungen der Menschen in unserem Land” (https://www.vorausschau.de/vorausschau/de/home/home_node.html). In meinen Augen wird uns hier das System der Chinesischen „SOZIALPUNKTE“ schmackhaft gemacht. Und wir finden das alle gut?

    Kurz: Flächenwirksames Carsharing in Schöneiche: BRAVO
    Sanktionen für Individualverkehr NEIN, wir sind schließlich ein die individuelle FREIHEIT und allgemeine DEMOKRATIE liebendes Volk, oder?

    Mit optimistischen Grüßen, Ihr Nachbar Dr. Ralf Kalke

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