Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!

(Satire/Kater)

„Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!“ – Das konstatierte der Bürgermeister nüchtern, als es um die Wendestelle der 10 min.-Straßenbahn ging. Sie erinnern sich? Neun Bebauungs-Vorschläge von der Verwaltung, den Linken und dem grünen Forum für das künftige Wohngebiet ehemalige Gärtnerei. Und die vertrackte Wendestelle für den 10 min. Takt der Bahn in der nachmittäglichen Hauptverkehrszeit. Dorten oder hinter Aldi oder hinterm Autohaus, Jägerstraße oder gleich bis Rüdersdorf. Letzteres von Straßenbahnchef und BM sofort abgelehnt: Weder Bedarf noch Geld! Und diese 10 min. wären schon jetzt nur so was wie 16 und 4 min. von wegen Fahrerstress mit den alten Bahnen. In der Einwohnerfragestunde fragte ein Einwohner, wie viel Leute da eigentlich am Nachmittag fahren? Antwort vom Linken-Chef: 112 Einsteiger und 126 Aussteiger. Da fällt mir der alte Mathewitz ein: 3 gehen ins Zimmer, 5 kommen raus, da müssen 2 reingehen, damit keiner drin ist. Naja, miau.

Der Standort der Wendeschleife ist nicht nur im Fahrzeit- sondern auch im Geldfenster zu betrachten. Also woher Geld und Zeit nehmen? Da wäre er schon wieder der nicht nasse Pelz. Und keck wurde auch provoziert, wie sinnvoll der 10 min.-Takt überhaupt sei?! Doch bitte keine Panik vermeiden! Schließlich wurde über 6 Änderungsanträge abgestimmt. Am Ende: 17+, 12-, 1E für die von der Verwaltung vorgeschlagene Mischbebauung. Aber wenigstens war man einstimmig dafür, den Flächennutzungsplan pro Wohngebiet zu ändern.
Die nächste Pelz-Vorteil-Nachteil Entscheidung: Bauliche Erweiterung der Bürgelschule oder Neubau?! Im Vorjahr hatte die Gemeindevertretung die Verwaltung beauftragt aufgrund steigender Schülerzahlen, somit eines 1-zügigen Zuwachses, eine Kostenuntersuchung für die beiden Varianten vorzulegen. Ergebnis: die Baukosten sind ungefähr gleich. Beim Neubau kommen allerdings der Grunderwerb, die Bauleitplanung und laufende Personalkosten hinzu. Und der Zeitfaktor der Erweiterung liegt bei 4,5 Jahren, beim Neubau 6,5 Jahre. Und um überhaupt die ministerielle Genehmigung zu erhalten, wären für den Neubau 2 Züge vonnöten. Also Storchenschule – aus 3 Zügen mach 2 – was selbige aus Kapazitätsgründen erfreuen würde.

Der Jugendbeirat vertritt und begründet den Neubau, die CDU-Fraktion ebenfalls. Die Linke plädiert für Neubau im Zusammenhang mit einer/der weiterführenden Schule, ansonsten für Erweiterung… Die Mehrheit quer durch die Fraktionen waren für einen Neubau. Streitpunkt waren dabei auch die prognostizierten Schülerzahlen. Als Standorte kamen die Kalkberger- und neu die Friedrich-Ebert-Straße hinzu. Gegenstimmen wiesen sofort auf die geplante Waldpflanzung an dieser Stelle hin. Des weiteren, dass wir auf der Investitionsliste des LOS weit hinten stehen und 2024 generell erst wieder darüber beraten wird. In der Abstimmung wurde der Änderungsantrag der CDU trotzdem nunmehr einen geeigneten Standort für einen Neubau zu finden mit 11+ 8- 1E angenommen. (In der MOZ konnte man unterdess 14 solch potentieller Standorte auf einer Karte betrachten!!)

Noch ein Griff in die Haushalts-Schatulle: Haus des Sports. Aber das verschiebe ich mal in den nächsten Kater-Report. War ja heute bereits ein Gedankenhürdenlauf! Also bis demnächst bald!

Ihre Miau-Journaille

Quelle: Schöneche Konkret 8/21

 

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Redaktion Schöneiche Online

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