Erhöhung des Eigenanteils Grüne Wabe: Warum hat die CDU NEIN gesagt?

(Artikel/K. Griesche) Betreff: BV 333/2021 Umweltbildungshaus Grüne Wabe, Erhöhung des Eigenanteils Dieser Beschlussvorlage hat die CDU Fraktion in der Gemeindevertretung Schöneiche nicht zugestimmt.
Warum hat die CDU NEIN gesagt?

Die nichtpflichtigen, freiwilligen Leistungen der Gemeinde Schöneiche belaufen sich zurzeit auf 2,1 Mio. €. Mit dem beschlossenen Jobticket, der Energieberatung für Schöneicher Haushalte, der evtl. Einbindung von Dienstwagen in ein Carsharing- Angebot und nun mit 315.000 € Erhöhung des Eigenanteils für den Bau der Grünen Wabe, Baukosten ca. 1.045.000 €, sind diese Freiwilligkeiten trotz möglicher Fördermittel, aber nachfolgender Betriebskosten, zu den bereits 2,1 Mio €, ein umfangreicher „Batzen“ Geld Mehrausgaben. Diesem erneuten Griff in die Gemeindekasse konnten und wollten wir nicht zustimmen, obwohl wir den Bau der Grünen Wabe für Schöneiche gut finden. Auch das Modellprojekt „Junges Wohnen“ konnte nur abgelehnt werden, da es, trotz evtl. Fördermittel erhebliche Kosten für die Gemeinde beinhaltet, genau gesagt, einen Immobilienkauf.

Bei den anstehenden wichtigen Vorhaben in Schöneiche:

Überplanmäßige Ausgabe für Verbesserung von Lüftung/Luftreinigung in den Grundschulen.

  • Bau der Dritten Grundschule
  • sozialer Wohnungsbau – 32 Wohnungen in der Warschauer Straße –
  • Bau einer weiteren Kita,
  • Aus – und Weiterausbau der Berliner und Brandenburgischen Straße
  • sowie der Sandstraßen
  • das Projekt Haus des Sport und
  • insbesondere den Bedürfnissen von Jugendlichen unserer Gemeinde nachgehen, gewünschte Chill – Bereiche einzurichten.

sind umfangreiche Geldmittel vorzuhalten, auf die sorgsam und mit besonderem Augenmaß geachtet werden muss, damit diese Vorhaben getätigt werden können. Wir müssen den Haushalt 2022 demnächst genau prüfen, beraten und letztendlich beschließen, damit diese Projekte, die o. a., verwirklicht werden, die wir als dringende Aufgaben in Schöneiche befürworten.
Karin Griesche
CDU Fraktion in der Gemeindevertretung Schöneiche

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Redaktion Schöneiche Online

6 Gedanken zu „Erhöhung des Eigenanteils Grüne Wabe: Warum hat die CDU NEIN gesagt?

  1. Lutz Kumlehn Antworten

    Liebe Frau Hannemann,

    Einen schönen langen Text haben Sie da geschrieben aber mit keinem Wort und nicht ansatzweise meine Frage beantwortet.

    Bekommen Sie diese einfache Antwort noch hin?

  2. Lutz Kumlehn Antworten

    Liebe Frau Hannemann,

    ich möchte Ihnen eine Frage im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar stellen:
    Ist Ihnen bekannt, was Fördermittel generell sind und wo sie herkommen?

    • Ute Hannemann Antworten

      Lieber Herr Kumlehn, hallo Peter Pohle und sehr geehrter Herr Huber,
      vielen Dank für Ihre Reaktionen auf meinen Kommentar! Herr Kumlehn, die Frage meinen Sie ja nicht wirklich ernst, aber was passiert denn mit den bereitstehenden Fördergeldern, wenn WIR sie nicht abrufen? Haben Sie sich mal die Mühe gemacht und die anderen bezuschussten Projekte angeschaut? Ist das Haus der Umweltbildung wichtig oder nicht? Aus meiner Sicht ist es sehr wichtig und der Verweis auf den Raufutterspeicher – hm? Umweltbildung im Park und im Gebäude in Kombination, wie soll die funktionieren, wenn die Kindergruppen zwischen dem Spreewaldpark und dem Speicher hin- und herpendeln müssen?* Und wie war das noch mal mit dem Speicher, ist der irgendwie wärmegedämmt und besitzt eine energieeffiziente Heizung? Es kommt doch auch niemand auf die Idee, die Sportler 5 Ecken weiter zum Duschen zu schicken. Und ja, ich finde auch das Haus des Sports sehr wichtig. Aber wir sollten hier nicht eins gegen das andere ausspielen, sondern uns freuen, dass nun endlich ein Projekt umgesetzt wird. Was die Meinung der Schöneicher*innen angeht, so habe ich ganz andere Meinungen gehört, zum Beispiel bei unseren Sommercafés im Park. Nämlich sehr viel Ermutigung, Unterstützung und großzügige Spenden.
      Freundliche Grüße, Ute Hannemann
      *Es gab in einer früheren Version der Broschüre „Visionen für Schöneiche“ den Vorschlag, einen Geh- und Radweg in Verlängerung der Berliner Straße Richtung Osten übers Fließ anzulegen. Damit wäre auch der Raufutterspeicher 😉 etwas besser erreichbar. Das wäre doch mal was?!

  3. Peter A. Pohle Antworten

    Hallo Frau Hannemann, wie Sie wissen, habe auch ich in Absprache mit der FDP Gruppen Schöneiche, gegen die Beschlussvorlage gestimmt. Ich schätze die Arbeit des Naturschutzaktiv und sie ist für mich wichtig. Unverständlich bleibt für mich, warum das Naturschutzaktiv seit Jahren den Rauchfutterspeicher als Haus für Umweltbildung ablehnt. Ist es nicht Anliegen des Umweltschutz vorhandene Ressourcen zu nutzen statt neue zu bauen.?

  4. Matthias Huber Antworten

    Sehr geehrte Frau Hannemann,

    Ich glaube, Sie haben hier was falsch verstanden. Frau Griesche hat erklärt und auch begründet, warum die CDU-Fraktion den Antrag abgelehnt hat. Aus Ihrer Reaktion kann ich nur entnehmen, dass es Sie nicht interessiert, wie die „Grüne Wabe“ finanziert werden kann. Gleichzeitig versuchen Sie mit dem Argument „Klimawandel“ jedes Projekt, das im ersten Blick den Punkt Umweltschutz beinhaltet, zu rechtfertigen.
    Reaktionen, die ich durch Gespräche mit Bürgern aus Schöneiche zum Projekt „Grüne Wabe“ erhalte, ist: Kopfschütteln. Somit stelle ich nochmals die Frage:

    Warum brauchen wir in Schöneiche die Grüne Wabe, also den Bau eines Umweltbildungshauses?

    Wurde mal darüber nachgedacht, vorhandene Räumlichkeiten zu nutzen?

    Frau Hannemann, verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich finde es gut, wenn sich Menschen für eine Sache engagieren, aber das Augenmaß dazu darf man dabei nicht verlieren. Aus meiner Sicht ist dies in diesem Fall überschritten.
    Was erklären Sie den Sportvereinen von Schöneiche, die bereits seit Jahren auf eine verbesserte Sportinfrastruktur warten? (Haus des Sports) Nur mal für Sie zur Kenntnis, es gibt keine Duschmöglichkeiten für die weiblichen Sportler auf dem Sportplatz. Jede Woche müssen Sportinteressierte von den Vereinen abgewiesen werden, weil keine Kapazitäten vorhanden sind. Durch die starke Auslastung der Sportanlagen ist die Sicherheit der Sportler gefährdet aufgrund unterschiedlicher Sportarten – Fußballer und Leichtathleten nutzen gemeinsam einen (!) Sportplatz.

    Seit Jahren schauen die Schöneicher Sportler zu und es ändert sich nichts und es wird sich wohl in absehbarer Zeit auch nichts ändern. An den Bau des Haus des Sports glaubt keiner mehr.
    Gleichzeitig müssen die Sportler jetzt dem Bau eines stark in Frage gestellten und nicht unbedingt erforderlichen Umweltbildungshauses zuschauen.

    Grüße
    Matthias Huber

  5. Ute Hannemann Antworten

    Sehr geehrte Frau Griesche,
    ich habe es so verstanden, dass Sie (und die gesamte Gemeindevertretung) der Erhöhung des Eigenanteils von bereits im Jahr 2018 beschlossenen 85 T€ auf jetzt 315 T€ hätten zustimmen können, also einer Erhöhung um 250 T€. Auch das ist natürlich sehr viel Geld. Das Naturschutzaktiv bringt für den Bau immerhin 50 T€ auf. Der „Rest“ der großen Summe jedoch kommt aus Fördermitteln, das sollte man den Schöneicher*innen nicht verschweigen. Und diese Fördermittelzusage gilt genau jetzt!
    Den Bau der Grünen Wabe finden Sie zwar gut, aber nicht wichtig? Oder weshalb stellen Sie sonst die „wichtigen“ Aufgaben für Schöneiche dagegen?
    Es scheint sich immer wieder zu bewahrheiten, dass Abwarten oder zögerliches Handeln langfristig eher zu höheren Kosten führt, siehe Klimawandel!
    2011 habe ich einen kleinen Artikel für Schöneiche konkret geschrieben und um Unterstützung der Grünen Wabe gebeten. Damals wurde von Baukosten in Höhe von insgesamt 280 T€ ausgegangen – weniger als der aktuell beschlossene Eigenanteils der Gemeinde.
    Freundliche Grüße, Ute Hannemann

    Wen es interessiert, hier noch mal der alte Text vom Mai 2011:

    Gemeinsam FÜR Schöneiche.
    Wir BürgerInnen können das Haus für Umweltbildung bauen!

    In unserem Kleinen-Spreewald-Park werden besonders Kinder und Jugendliche nach einem anspruchsvollen Umweltbildungsprogramm mit dem natürlichen Reichtum unserer Umwelt vertraut gemacht, sinnvolle Freizeitaktivitäten werden angeregt und gefördert. Aber alle Aktivitäten sind bisher nur im Freien, also bei entsprechendem Wetter möglich. Ein ganzjähriges und erweitertes Angebot erfordert ein Gebäude. So entstand die Vision der „Grünen Wabe“ im Kleinen-Spreewald-Park als einem Ort des Lernens für Kinder, Begegnungsstätte Naturinteressierter und für Veranstaltungen zum Themenkreis ökologisches Bauen und Energieeffizienz. Das Haus für Umweltbildung „Grüne Wabe“ soll nach rein ökologischen Kriterien errichtet und mit innovativen Technologien ausgestattet werden. Ein integriertes, privat betriebenes kleines Café könnte die Anziehungskraft des Parks weiter erhöhen.
    Aber wer bezahlt das?
    WIR! – Es ist eine wunderbare Vorstellung: wir SchöneicherInnen haben unsere Grüne Wabe gebaut, ein gemeinschaftliches Projekt aller für unsere Kinder und Enkel, für Gäste und Besucher, für uns! Die Kosten liegen bei etwa 280.000 Euro, das wären pro Einwohner 23 oder pro Haushalt ca. 51 Euro. Sicher kann das nicht jeder Haushalt aufbringen. Die Gemeinschaft ist gefragt, und wem es möglich ist, der kann z.B. mit einer monatlichen Spende von 10 oder 20 Euro über ein Jahr etwas mehr zum Gelingen des Projekts beitragen. Firmen können die „Grüne Wabe“ ebenso unterstützen wie Familien, Freunde, Bekannte, Kollegen und Sympathisanten aus der Umgebung.
    Mit dem Umweltbildungshaus schaffen wir uns etwas sehr Eigenes, Unverwechselbares, worauf wir stolz sein können. In Schöneiche gab und gibt es erfolgreiche Spendenaktionen (wie zuletzt die Schindlerbilder) und es gibt die Bürgerstiftung. Auch wird über die Pfandbons bei EDEKA bereits laufend für die „Grüne Wabe“ gespendet (bis April 2011 ca. 1.550 €). Künstler aus Schöneiche und der Region spendeten den Verkaufserlös ihrer Werke bei der Kunstauktion im Mai 2010 ganz oder teilweise (Einnahmen 2.500 €). Im gleichen Jahr wurden dem Projekt durch Spenden von Institutionen und Privatpersonen sowie Sammelaktionen 3.500 € gutgeschrieben. Ein Anfang also ist gemacht!
    Wer sich jemals an einer Spendenaktion beteiligt hat, weiß zudem um den persönlichen Wert, etwas für eine gemeinsame Sache getan zu haben. Lassen Sie sich von meiner Begeisterung anstecken! Spenden auch Sie!

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