Mein lieber Schwan!

(Satire/Kater)

Keine Ahnung wo dieses Tier daherkommt. Aber das ist so ein Dings zwischen Überraschung und Empörung. Da muss wohl ein Protestfass bei Euerm Bürgermeister übergelaufen sein. Obwohl ja er und seine Verwaltung die Dienstboten der Gemeindevertretung zu sein haben.
Und zwar sieht es generell so aus, bzw. die Tagesordnungen flottieren sich so, wenn die Fraktionen Anträge und Änderungsanträge der Anträge stellen: Der Bürgermeister wird beauftragt, geeignete Standorte zu finden…, die Ausführungsplanung erarbeiten zu lassen…, in Abstimmung mit XY Aktualisierungsbedarfe zu überprüfen…, einen Maßnahmeplan zu konzipieren… und in der Sitzung vom 26.10. schließlich UBS konkret: „Der Bürgermeister wird beauftragt die vorliegende und von der Gemeindevertretung beschlossene Studie zu den Umsetzungsmöglichkeiten zur Gründung eigener Stadt- und Regionalwerke mit den Nachbargemeinden zu besprechen und schrittweise gemeinsam mit diesen umzusetzen“… und ist natürlich flott bis zur nächsten Sitzungsrunde vorzulegen!! Und da war bei ihm wörtlich „die Grenze erreicht. Stadtwerke entstehen nicht einfach so!“ Und derzeit sind die Pegel auch nicht gerade normal.

Bei mir ist auch irgendwie die Grenze erreicht: 30 Tagesordnungspunkte im öffentlichen Teil, die Einwohnerfragestunde und die Beantwortung von Anfragen der Fraktionäre an den Bürgermeister nicht mitgerechnet. Und dazu lief der Einzig Wahre nach längerer Zeit wieder zu allgemeinen und speziellen Beschimpfungen auf. Zum Beispiel schlug die Verwaltung zwei Sandstraßen, die Leibnitz- und die Pestalozzi-Straße, für die erweiterte Instandsetzung vor. „Was nur zwei Straßen? Aber das war ja zu erwarten! Die übliche Verschleppungstaktik von Bürgermeister und SPD!“ Aber schließlich waren (fast) alle dafür, den Prozess überhaupt mal in Gang zu bringen und dann auszuwerten, praktisch und finanziell. Bin übrigens gespannt, wie das mit der landesweiten Volksabstimmung über die Sandstraßen ausgeht, überhaupt und finanziell.

Dann eine Entscheidung zum Konzept, wie das LPG-Gelände sich entwickeln soll. Zur Erinnerung: 300 Ideen gab es 2019, 100 Leute arbeiteten dann in den Arbeitsgruppen. Aus den Planungen A, B, C wurden danach die ausgearbeiteten Vorschläge D und E. Die Nutzungsarten sind in etwa gleich: Wohnen (auch Seniorenwohnen), Gemeinbedarf, Gewerbe (z.B. der Reiterhof), Landwirtschaft, Grün- und Freiflächen (plus Jugendfreifläche). Nur die Anordnungen der Nutzung zueinander sind unterschiedlich. So, nun seid Ihr wieder auf dem laufenden. Und wie das Wort schon sagt, es läuft!

Bei den Standorten für die dritte Grundschule: Krummensee-, Woltersdorfer Str., Am Weidensee läufts auch… weiter. Erweitert um eine Machbarkeitsstudie mit anschließender Einwohnerbefragung, Wobei man logischer Weise davon ausgeht, dass es keinen Standort geben wird, der alle glücklich macht.
Die finanziellen Zuwendungen an den Kleinen Spreewaldpark werden erhöht. Erstmal so 12 T€ festgelegt. Der Haushalt wird es zeigen.
Die Fahrtkostenerstattung nach Erkner und Rüdersdorf zwecks sozialer Angebote für sozial Bedürftige wurde nach heftiger Debatte abgelehnt, wobei die Vertreter durchaus schräge nachbarschaftliche Erfahrenswerte hatten.

Weiteres Seniorenheim – auch interessantes Für und Wider! Fazit: im Moment brennt es nicht, und in der LPG-Planung sei ja eins vorgesehen.
Es wäre nun nur noch von weiteren 25 Tagesordnungspunkten zu berichten. Und mittlerweile habe ich auch wegen des lieben Schwanes nachgeschlagen: In der Oper Lohengrin, dankt Lohengrin im Jahre 1847 dem Schwan, der ihn und seinen besetzten Kahn über das Wasser gezogen hat… Heutzutage Auslegungssache!!

Ihre Miau-Journaille

Quelle: Schöneiche Konkret 12/21

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Redaktion Schöneiche Online

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