Bedürfnispyramide

(Satire/Kater)

Das Wort Bedürfnispyramide fiel von dem SCHÖNEN-Chef im Zusammenhang mit dem Haushalt vom nächsten Jahr. Bedeutet, wie viel Geld insgesamt zur Verfügung steht. Und aus dem Überblick kann man überblicken, was man sich leisten kann. Und dabei muss das unten breit und stabil sein, und nach oben hin wird es spitzer. Aber bei der entsprechenden Tagesordnung wurde es teilweise sogar spitzfindiger. Allein der Einzig Wahre der UBS listete 14 Einspar-Änderungsvorschläge aus dem Haushalt für die 3. Grundschule von insgesamt über 4 Millionen auf. Dabei gibt es noch nicht einmal ein Grundstück dafür. Und dann dauert die Planung ja auch ihre Zeit. Außerdem gab es zuvor eine Sondersitzung zum Haushalt 2022, da hätte er doch listen können?
Zusammenfassend: Größter Ausgabeposten sind die Kitas, dann Straßen, Grundschulen… haushalten mit Sport, Feuerwehr, ÖPNV, Bäume, Parks, Spielplätze, Kultur, Bibliothek… mehr habe ich so schnell nicht mitgekriegt.
Es war übrigens eine Corona-Hybrid-Sitzung. Zwei Gemeindevertreter kuckten und mischten vom Bildschirm aus mit.
Zoff gabs auch wieder mit dem einzig Wahren und den Sandstraßen. Er sieht die Umsetzung dieser Erweiterten Instandsetzung von Leibnitz- und Pestalozzistraße aus der letzten Sitzung als „absolut unzulänglich“ an. Ein Einstieg und die Auswertung des Verfahrens mit den beiden Straßen gilt für ihn nicht. „Die Bewertung hat erneut zu erfolgen und ist künftig auf der Basis von folgenden Entscheidungsschwellen durchzuführen…“ Als seine Kollegen das anders sahen, drohte er wieder mal mit der Kommunalaufsicht. Miau! Können ihm seine Unabhängigen Bürger nicht mal vor der GV-Sitzung was dazu sagen?
Es gab dann noch mal einen von ihm angesagten „dreisten Schlag ins Gesicht der Gemeindevertretung“ als der TOP 25 aufgerufen wurde, „Einrichtung einer fortlaufenden Übersicht von Beschlüssen der Gemeindevertretung“, und der Bürgermeister gegen die schließlich uralt Aufarbeitung von 1990 nebst dem arbeitsaufwändigen Umsetzungszustand protestierte. Miau pardon, ist etwas aufwändig formuliert. Man einigte sich schließlich auf das Verwaltungsangebot, Umgesetztes nicht neu zu erfinden, Altes aufzuarbeiten und zur Verfügung zu stellen. Ansonsten soll sich melden, wer was braucht.
Zur Entspannung: Die neuen Wege im Wohngebiet neben dem Sportplatz sollten brandenburgische Landschaftsnamen bekommen. Planstraße B heißt nun aber nach dem Puppenspieler und Vater von Pittiplatsch und Schnatterinchen, Heinz-Schröder-Weg. Otto-Häuser hatte nicht so viel Glück, den Gemeindevertretern war sein braver Schüler Ottokar wichtiger als er selbst als Schriftsteller. So heißt der Weg A: Ottokar-Domma-Weg. Und Weg C verwaltungsmäßig: Flämingweg. Ich vermute, hier hat wer was an der Ampel. Ich bin als Katzentier voll gegen diesen komplexen Unsinn!
Es wird eine Satzung zum Verbot von Schottergärten vorbereitet. Da bin ich so was von dafür! Miau!
Den Sandvolleyballplatz wird es geben. Und zwar gegenüber vom Sportplatz, Berliner-/Ecke Hannestraße, kann dann gebietscht werden. Von Sportplatzseite wird das auch gepflegt. Gibt einen Zaun drumherum wegen der Wildschweine, aber freie Nutzungszeit für die Bietscher.
Und nun noch mal zum wirtschaftswissenschaftlichen Modell der Bedürfnispyramide. Auch bei uns Katzen kommen erst das Fressen und eine warme Ecke zum Schlafen, dann die Spielmäuse. Und nicht nur ich habe das Bedürfnis, dass man in der GV-Sitzung Beschluss-Themen nicht wieder neu entfesselt, aufwärmt, schrammelt, und entnervte Vertreter „Ende der Debatte“ stöhnen. Somit schließe mich dem erfolgten Jahresende beidem an: Ende der Debatte für 2021!!

Ihre Miau-Journaille

Quelle: Schöneiche Konkret 1/22

RSO on FacebookRSO on GoogleRSO on TwitterRSO on VimeoRSO on Youtube
RSO
Redaktion Schöneiche Online

Ein Gedanke zu „Bedürfnispyramide

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.