Umwelt, Verkehr und Wasserwirtschaft

(Satire/Kater)

Ich wollte schon seit längeren mal in einen der Fachausschüsse gehen, weil mich die Sachkunde der Sachkundigen Einwohner interessiert. In der Gemeindevertreter-Sitzung denke ich oft, warum haben die das nicht im Ausschuss geklärt. In meiner Jugend war ich öfter mal bei Herrn Steinbrück im Ausschuss „Umwelt, Verkehr und Wasserwirtschaft“. Jetzt heißt er „Klimaschutz, Umwelt und Verkehr“. Gehört das Klima nicht zur Umwelt? Die Wasserwirtschaft ist ja auch darin verschwunden. Miau naja, ich war dorten.
SCHÖN brachte mal wieder die Stadtwerke auf die Tagesordnung. Aber eines muss ich loben. Beschlussvorlage gabs zwar keine. Aber eine Beratungsvorlage. Die war fachgerecht gründlich. Die Ausgangslage, Maßnahmen und Zuständigkeiten. Aber damit sich das finanziell lohnt, wenn wir uns das selber kaufen täten und verwalten, braucht man mindesten 50 T Einwohner. Wir haben mal gerade 13.622. Mit Nachbargemeinden zusammentun? Ein Sachkundiger meinte, dazu braucht man viel Sachverstand: „Das ist keine Feierabendarbeit für Ausschussmitglieder“! Richtig. Das steht aber auch in dieser Vorlage. Und falls Ihnen das Ganze bekannt vorkommt, auch richtig, das letzte Mal war es in der Oktobersitzung.
Danach wollte SCHÖN Photovoltaik auf öffentlichen Gebäude anschieben. Der allgemeine Sachverstand sagte dem SCHÖNen Mann, dass da ist nichts anzuschieben sei, das läuft schon… und auch weiter!
Dann Bebauungsplan Wohnbaufläche Alte Gärtnerei – Aufstellungsbeschluss. Einer der Sachverständigen meinte, „wieso, da gibt’s ja nicht mal einen Bebauungsplan!“ (genau!!) Und die Linken hatten schon einen Änderungsantrag, was da alles, alles fehlt. (genau!!) Weil die Bauamtsleiterin eingangs sagte, und es auch in der Vorlage steht, dass erst einmal nur eine Aufstellung zu beschließen ist, damit wir bis zum 31.3. Fördermittel beantragen können (genau!!) Letztlich „Auftrag erkannt!“ Eine Enthaltung, alle anderen waren für die Aufstellung.

Und nun noch zwei Beruhigungspunkte: Querungshilfen zur Verkehrsberuhigung an den Ortseingängen (UBS) – Zusammenfassende Antwort: Sind Landesstraßen. Und was die Geschwister-Scholl-Straße angeht, da meinte die Amtschefin trocken: OK, da brauchen wir nur Geld! Aus meiner Katzensicht aber nicht so wahnsinnig viel: Setzt doch einfach den DDR-Schlagbaum wieder hin. Der Platz dafür ist ja noch da. Das bremst ungemein, und die Fußgänger queren die Straße sowieso nicht, wenn sie zum S-Bahnhof schlendern oder von da kommen. Miau, bin ich sachgemäß kundig??!

Und die andere Beruhigung: Die Rüdersdorfer Straße. Hatten wir schon im vorigen Monat. Also UBS schlägt vor, Pflanzenkübel oder Schwellen zu installieren, weil Tempo 30 „offenbar nicht eingehalten wird.“ Oftmals auch mit 20 oder 10 km/h, weil dort soviel Autos parken, um die sich der Verkehr schlängelt! Nachts wird auf dem Kopfsteinpflaster allerdings gerast. Und die leeren Hänger knallen. Das geht ja nun gar nicht! UBSseits wird des weiteren vorgeschlagen, Messgeräte aufzustellen, als Grundlage für weiteres gemeindliches Geschehen im Wirkbereich.
Ausschuss-rückblickend, war das also die erste Stufe. Die zweite sind sicher die Fraktionssitzungen. Oder sind die schon logischer Weise vor den Ausschüssen? Auf alle Fälle gibt dann in der GV-Sitzung das Gemeindevertreter-Kabinett wieder die Notstandsarbeit für die Verwaltung vor. Es ist einfach nicht einfach.
Apropos Wasserwirtschaft: Der Grabenschaubeauftragte ist auch bei den Klima- und Umweltschützern. Sachkundig!
Also bis neulich – katzen-, kommunal- und überhaupt -politisch!!

Ihre Miau-Journaille

quelle: Schöneiche konkret 4/22

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RSO
Redaktion Schöneiche Online

Ein Gedanke zu „Umwelt, Verkehr und Wasserwirtschaft

  1. W.Wrase Antworten

    Katzen sind ja bekanntlich Streuner:Innen, wenn man aber gut 2 km vom S-Bahnhof-Rahnsdorf entfernt wohnt, dann ist das für weibliche Katzen vierfüßig doch nicht so erkundet, wie sie es hier vorschnell behauptet.
    -Ist wenig Fressen in Reichweite, kann das Territorium für Weibchen bis zu 6,5 Hektar
    also ca. 143 m Radius betragen.- Doch darum muss sich hier keine Katze Sorgen machen!
    Aber diese Fernsicht ist nicht sehr mitfühlend für Fichtenauer, die regelmäßig zum S-Bahnhof Rahnsdorf hin und auch zurückwollen, dabei auch noch aus dem Tarifgebiet C starten müssen, falls sie nicht die Gefahr, den nicht existierenden Fußweg als Hindernisstrecke als Überlebenstest wagen.
    Zitat:
    „Und nun noch zwei Beruhigungspunkte: Querungshilfen zur Verkehrsberuhigung an den Ortseingängen (UBS) – Zusammenfassende Antwort: Sind Landesstraßen. Und was die Geschwister-Scholl-Straße angeht, da meinte die Amtschefin trocken: OK, da brauchen wir nur Geld! Aus meiner Katzensicht aber nicht so wahnsinnig viel: Setzt doch einfach den DDR-Schlagbaum wieder hin. Der Platz dafür ist ja noch da. Das bremst ungemein, und die Fußgänger queren die Straße sowieso nicht, wenn sie zum S-Bahnhof schlendern oder von da kommen. Miau, bin ich sachgemäß kundig??!“
    Die Fußgänger und Anwohner, eine Zählung ist nicht erforderlich, haben durch eine verkehrsberuhigende Querungshilfe am breiten Ortseingang zwei, die Lebensqualität positiv beeinflussende Effekte, die es sinnvoll erscheinen lassen:
    1. Das Bremsen, ein Reduzieren der Geschwindigkeit bleibt unumgänglich!
    2. Auch die mit der Rüdersdorfer Straße vergleichbaren Vibrationen in den Anliegergrundstücken werden gemildert.
    Aber auch die -Draußenkatzen-, (männlich wie weiblich) haben dann dort mehr Chancen lebend die Geschwister-Scholl-Straße in beiden Richtungen zu passieren.
    Mal das Interesse der gleichen Spezies nicht aus den Augen verlieren!

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