„Alles hängt mit allem zusammen“

(Satire/Kater)

… ist ein Zitat vom Bürgermeister in der Gemeindevertretersitzung vom 29.3. Klar hat jeder seine eigenen sowie fraktionsmäßigen Interessen. Das geht schon bis zur funktionswidrigen Leidenschaft zur individuellen Selbstverwirklichung!!
Miau, ist das ein Einstieg?!! Es ging hierbei konkret um den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan für die Alte Gärtnerei. Da gab es schon Änderungsanträge und Siedlungsstruktur-Streit, obwohl es noch gar nicht angelaufen war. Schließlich wurde – wie im letzten Kater – der „Auftrag erkannt“ und einfach nur der Startschuss für den B-Plan gegeben. Alles andere kommt später. Man zweifelt wirklich manchmal an der Sachkunde nicht nur der Sachkundigen Einwohner in den Ausschüssen, sondern auch der Gemeindevertreter! Das gefährlichste Organ des Menschen ist der Kopf, hat Alfred Döblin mal gesagt.

Noch eine Notiz zum B-Plan Weiterführende Schule (Wittstock-/ Woltersdorfer Straße). Petition der Anwohner und umfangreiche Diskussion schon in der Einwohnerfrage-Stunde. Dazu ging es am 26.4. in einer Sondersitzung der Gemeindevertretung zur Einwohnerbeteiligung für neue Grundschulstandorte. Ergebnis im nächsten Kater!

Übrigens wer in die Sitzung wollte, und wer weiterhin gemeindlich wo hin will: Das Hygiene Konzept für die gemeindlichen Gremien wurde verlängert. Erstmal bis zum 31. Mai. Allerdings ohne Anmeldung aber mit Maske, Abstand und festgelegter Anzahl.

Für die Ehrengrabstätten in der Friedensaue waren alle. Auch keinerlei Gemecker bei den näheren Ausführungen. Der Bürgermeister wurde aber von den Linken zum Standort angefragt, man möge doch das christliche Kreuz an der Trauerhalle umgehend entfernen. Das sei von Staats wegen unangemessen, denn der kommunale Friedhof habe neutral zu sein. Der Bürgermeister erwiderte auf die Anfrage, dass das möglich sei. Aber er würde es nicht veranlassen, das Neutralitätsgebot sei gesetzlich nicht verletzt, und das Kreuz gehöre gestaltend zur Architektur.

In der Straßenreinigungssatzung wurden Reinigungsklassen korrigiert. Und ungeliebte Terminverschiebungen wären halt auch drin. Miau, warum seht Ihr das immer so verbissen?! Vor sich herkehren, bzw. vor sich herschieben, ist doch eine menschlicher Charakterzug?!

Zu den Beruhigungspunkten letztens im Verkehrsausschuss nun die Festlegungen im Abgeordneten-Gremium: Die geforderten Querungshilfen an den Ortseingängen – damit die „Gewährleistung der Sicherheit unserer Bürger“ gewährleistet ist – Zitat des Einzig Wahren. Der FDP-Mensch wies diese immer wieder neu eingereichte Beschlussvorlage von UBS und auf die immer wieder erfolgte demokratische Ablehnung hin. Es folgte der Bürgermeister-Hinweis, dass man „die Sicherheit unserer Bürger“ ans Landesstraßenwesen weitergegeben habe. Negative Antwort von dort: Geld- und Personalprobleme. Und deshalb möge der Einreicher das doch mal direkt in Potsdam vortragen. Seine Antwort: „Die Freien Wähler machen das, aber Ihre Partei lehnt es ab,“ Die Beschlussvorlage erhielt wiederum keine Mehrheit.

Knapp abgelehnt auch die „baulichen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung der Rüdersdorfer Straße, ebenfalls von UBS eingereicht. Die Verwaltung legte dazu eine diesbezügliche Tag/Nacht Verkehrszählung vor.

Aber beschlossen wurde ein Prüfauftrag für die öffentliche Toilette Goethepark. Da waren nur zweie dagegen, und viere wollten zu Hause aufs Klo. Alles hängt eben mit allem zusammen. Und schließlich war diese Forderung auch auf dem 2. Platz vom Bürgerhaushalt!

Ein kleines Ende gut – alles gut!! Von den kopflosen Zeiten mal abgesehen.

Ihre Miau-Journaille

Quelle: Schöneiche Konkret 5/22

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Redaktion Schöneiche Online

Ein Gedanke zu „„Alles hängt mit allem zusammen“

  1. Siegfried von Rabenau Antworten

    nun, auch wenn vom Pech verfolgte Viertelchen auf Kreuzzug zu sein scheinen… selbiges ist ein normales Hinrichtungsinstrument der Römer. Gut, dass die nicht über die Hügel bei Bielefeld – also der Stadt, die es gar nicht gibt – hinausgekommen sind, die Altvorderen, die noch richtig Geschichtsunterricht hatten wissen ja – im Jahr 333 – Varus Keilerei…
    Besagte Kapelle – es ist nun mal eine – deshalb ist auch ein Kreuz dran – ist nicht sonderlich schön. Auch die eigentlich im V darauf zulaufenden Wege sind durch Übervorteilung des einen und Benachteiligung des anderen – nicht mehr in der geplanten Absicht und Ansicht. Darunter leidet der Gesamteindruck. Das Gebäude selbst, spätes Bauhaus, früher Speer, möglicher Henselmann ist von der Qualität her ein Schinkelbau – dank mäßiger Isolierung vom Keller bis zum Dach nass (also erst so rum, später andersrum) Es ist ziemlich baufällig und muß vom Keller her gestützt werden. Und es steht nicht unter Denkmalsschutz. Was nun mehrere Möglichkeiten eröffnet. Das Kreuz war dran und gehört da dran. Hammer und Sichel weniger.
    Aber vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, ob man das Riesending, was sich dank anderer Bestattungsentwicklung immer weiter vom eigentlichen Friedhof entfernt auch entfernt zugunsten eines kleineren Trauerhauses im nördlichen Teil des Friedhofsgeländes. Dann könnte zwischen Sportplatz und Friedhof wirklich ein Park entstehen! Was es ja eigentlich, abgesehen von dem zu Recht kreuztragenden Gebäude ja schon ist.

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