(Satire/Kater) Ungekürzte Fassung März 2018: Konkurrenz. Das Wort kommt aus dem Lateinischen und heißt soviel wie „zusammen um die Wette laufen, aufeinanderrennen“. Dazu fallen mir aktuell zwei Dinge ein. Also die Linken oder deren Vorsteher schlagen ein Ortsblatt vor. Da kann jeder Mensch und jede Partei was schreiben, was ein ehrenamtlicher Beirat gestattet, Werbung kann auch. Und vor einer Wahl kann auch noch richtig ausgeholt werden. Miau, und die Gemeinde bezahlts. Die gibt ja auch ein kostenloses Amtsblatt und die Rathausnachrichten raus. So die linke Intuition. Bis auf Letzteres gibts das zwar schon, heißt Schöneiche Konkret. Der Bürgermeister führt zu recht noch andere existierende Blätter an. Aber die Linken fühlen sich gelinkt: SchöKo sei gar nicht in der Lage, alle Haushalte zu befrieden! Und „eine Berichterstattung über die Arbeit der Gemeindevertretung existiert schon gar nicht!“ Ich fahr gleich meine Krallen aus, denn das ist falsch formuliert: eine menschliche Berichterstattung gibts nicht!! Und wie das mit der Zustellung funktioniert, wenn am Briefkasten „keine Werbung“ steht, war kürzlich hier zu lesen. Pech für den Geistesblitzer, der kriegt das Blatt wahrscheinlich deshalb auch nicht.

Der zweite Wettlauf ist allumfassender Natur. Der einzig wahre UBS-Vertreter hat da auch mit dem Linken einen Aufeinanderrenner bekommen. Der eine propagiert einzig wahres zielgerichtetes Handeln, der andere bläst zum Endspurt und offeriert dazu die massige linke Bilanz, u.a. zu lesen in einer Fürstenwalder Anzeigenzeitung! Supermiau!! Links sind 40 Beschlussvorlagen, 54 Forderungen, 20 Anfragen, usw. summiert. Und um mal auf die letzte Gemeindevertretersitzung und die UBSe zu kommen: Auf der Tagesordnung standen 5 Anträge und 2 Beschlussvorlagen von dieser Seite. Und da Schöneiche seit der letzten Vertretersitzung wieder um 15 Einwohner angeschwollen ist, zielgerichtet aus dieser Richtung das Thema Schulentwicklungsplanung! Gefordert wird ein Schulzentrum, welcher Art auch immer, zukunftsweisend für 50 bis 100 Jahre! Hoffentlich sind die Neuzugänge nicht ins Seniorenzentrum gezogen. Und nicht ein Prüfauftrag für 1 Schulplatzierung, wie der Hauptausschuss beschlossen hat – das Karree Woltersdorfer-/Wittstock-/Leipziger Straße – sondern für 3 Stellen wird gefordert!

Nächster UBS-Auftrag, die Neuklassifizierung der Straßen behufs Straßenausbaubeitragsprüfung. Als erstes wird gefordert, die Brandenburgische Straße als innerörtliche Hauptverkehrsstraße einzustufen. Da müssten beim geplanten Ausbau die Abschnittsbevollmächtigten vom Abschnitt Berliner-Straße bis zur alten Postkreuzung weniger zahlen und die Gemeinde mehr. Aber noch keine Forderung Ausbau zum Nulltarif! Aber grundsätzlich soll die „anteilige Zahlung der Beiträge über die gesamte Nutzungsdauer der ausgebauten Straße“ möglich sein! Gemeint ist einfach eine Stundungssatzung. Sowas haben wir zwar schon, über das Kommunalabgabengesetz, das räumt Ratenzahlungen ein. Aber man kann ja mal wieder strategisch hinterfragen!

Außerdem bei Neueinstellungen von Leitern kommunaler Einrichtungen sollen nicht die Amtsleiter entscheiden, sondern die Gemeindevertreter. Schließlich sind die sogar die Vorgesetzten des Bürgermeisters, stellt der einzig Wahre klar! Und die Herabsetzung des Quorums bei einem Einwohnerantrag von mindestens 3% klappte auch mehrheitlich nicht, und eine Mittelinsel bei Edeka auf der Brandenburgischen wurde auch abgelehnt. Und zum wiederholten Male wurde von der anderen Seite hilfreich vorgeschlagen, die Antragsteller mögen die Fachausschussarbeit frequentieren, so könnte man rascher und gründlicher über Alternativen befinden, die letztlich keine sind.

Die Vorsitzende des Seniorenbeirats stellte übrigens die Notfalldose vor. Vielleicht wäre das generell was für die Gemeindevertreter? Und die ist im Kühlschrank aufzubewahren, damit man sie schnell findet. Und daneben die Kommunalverfassung. Das ist jetzt meine Idee.

Ihre Miau-Journaille

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Redaktion Schöneiche Online