Informationen zur Impfung

(Artikel/Redaktion)

In der vorgestrigen Gemeindevertretersitzung stand ein Antrag der LINKEN auf der Tagesordnung:

Taxigutscheine für die An- /Abreise zum/von zuständigen Corona-Impfzentrum.

Im Antrag ging es darum, dass der Landkreis, sich für ein Impfzentrum in Erkner einsetzen soll, um eine wohnortnahe Erreichbarkeit für die Impfberechtigten in der Gemeinde zu gewährleisten. Als Sofortmaßnahme soll den Impfberechtigten ein Taxigutschein für Hin- und Rückfahrt von jeweils 50 € nach Schönefeld zur Verfügung gestellt werden. Die Planungsmittel für die zweite Schlossparkbrücke (15.000 €) sind dafür einzusetzen. Und der Bürgermeister soll entsprechend informieren.

Fritz Viertel erläuterte noch einmal die Vorlage. Der langsame Impf-Anlauf in Brandenburg. Dazu die über 80jährigen mit den Öffentlichen nach Schönefeld? Also Taxi-Vorschlag für „schmale Portmonees“.

Der Bürgermeister hielt insofern dagegen, dass der Landkreis schon vor einem Monat die Stadt Erkner als Impfzentrum in Potsdam eingereicht hat. Er rechnet vor, dass zurzeit ca. 1000 Schöneicher der Altersstufe noch präsent wären. Das wären 150 Gutscheine bei zweimaligem Impfen. Dazu käme eine Taxi-Wartezeit von 2 ½ Stunden. Das gegenwärtige Taxi-Gewerbe im Ort? Abrechnung, wer wie wo? Und im Moment Impfstoffmangel.

Zurzeit helfen Familie und Freunde, teils finanziell auch die Krankenkasse. Außerdem muss festgestellt werden, dass es haushaltsmäßig nicht gestattet sei, für laufende Kosten Investitionen (Schlossparkbrücke) zu nehmen. Er weist auf seinen Bericht und die Kooperation mit den Hausärzten hin.

( Zitat aus dem Bericht des BMs: Mit den Hausärzten in Schöneiche führt die Gemeindeverwaltung derzeit Gespräche über die Einrichtung einer zentralen Impfstelle im Ort. (Lindenschule) Dabei geht es um den Zeitpunkt, wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht. Mit der zentralen Stelle sollen die Hausarztpraxen entlastet werden.)

Karin Griesche (CDU) hatte in ihrer Funktion als Vorsitzende der Senioren-Union LOS und Mitglied im Sozialausschuss Anfang Januar diesbezüglich Kontakt zum Landkreis aufgenommen und unterstreicht die Rede des BMs.

Der Landkreis informierte über seine Impfstrategie, u.a. dass ab März mehr mobile Impfstellen in den Kommunen unterwegs sein werden und bedauert, dass die ständig überlastete Hotline 116117 plus abgesagte Impftermine eigentlich nicht hinnehmbar sind.

Diskussion der Gemeindevertretung: Den Antrag als Druckmittel im Kreis benutzen. Einen Notfallfonds einrichten und somit auch Härtefälle unterstützen. Johanniter als von der Gemeinde bezahlte Fahrer engagieren. Abrechnungsschwierigkeiten. Ehrenamtler werben.

Der Antrag der LINKEN wurde einschließlich Änderungen mit 11 Zustimmungen, 4 Ablehnungen, 4 Enthaltungen angenommen.

PS.: Die Johanniter sind übrigens in den mobilen Impfteams involviert.

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Redaktion Schöneiche Online

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