Der erste Spatenstich ist erfolgt, die Grube ausgehoben und das Fundament gegossen.

Die Grundsteinlegung für das neue Rathaus in Schöneiche bei Berlin war für alle Historiker am 6.September 2012. Die Presse war anwesend, die Reden wurden gehalten und die Urne wurde gefüllt. Anwesende Gesichter zeigten nur Zufriedenheit. Nur einer war nicht zufrieden und erinnerte daran, dass es Menschen gibt, die vorgeblich aus populistischen Gründen dieses Rathaus verhinderten wollten. Es war der Vorsitzende der Gemeindevertretung Herr Dr. Lorenzen, der in diesem Zusammenhang behauptete, dass diese Menschen den Mitarbeitern keine besseren, den Anforderungen entsprechenden Arbeitsplätze, gönnten. Natürlich hat er diese Lüge wissentlich verbreitet, um ehrenamtlich für unsere Gemeinde aktiven Bürger, die sich beispielsweise über Jahre mit Nachdruck und immer wieder neuen Ideen für eine weiterführende Schule für unsere Kinder eingesetzt haben entsprechend der herrschenden Maxime des Bürgermeisters einmal mehr zu verunglimpfen und zu verleumden. Wären wir noch im Mittelalter, herrste am Pranger Hochbetrieb. 2012 wird dessen Aufgabe eben mit anderen Mitteln realisiert!

Jeder der in Schöneiche sich mit der Gemeinde beschäftigt, weiß, dass die Bedingungen unter den die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung arbeiten, unzumutbar sind. Das der Arbeitsschutz nicht eingehalten wird. Dass das Alte Rathaus herunter gewirtschaftet wurde ist auch kein Geheimnis. Was die so genannten Populisten wollten war ein bewusstes Abwägen zwischen den in unsere Gemeinde wirklich wichtigen anstehenden großen Herausforderungen wie einem Rathausneubau, einer weiterführenden Schule und der Sanierung wichtiger innörtlicher Verbindungsstraßen wie dem Keiferndamm und der Brandenburgischen Straße.

Wenn nach intensiver Diskussion und transparenter Beteiligung der Bürgerschaft zur Entscheidung dieser Grundsatzfragen die Entscheidung für ein Rathaus gefallen wäre, wäre es auf die Umsetzung eines wirtschaftlichen Denkens angekommen. Eine neues Rathaus, vielleicht nicht so schick, hätte es auch für 2 Million statt 4 Million geben können. Die Sanierung des Alten Rathauses hätte gar nur 1,2 Millionen gekostet, wenn man es nicht hätte verfallen lassen! Egal – jetzt muss zu Ende gebracht werden was begonnen wurde. Vergessen ist nicht, das sich Schick und Teuer gegen wirtschaftlich sinnvoll durchgesetzt hat. Hoffen wir das genügend Tafelsilber verkauft werden kann, damit das neue Rathaus auch im Mai 2014 eröffnet wird. Den Mitarbeitern der Gemeinde ist es zu wünschen. Ob es den Bürgern was bringt – bleibt abzuwarten. Wir hoffen es.

Aber noch mehr zu hoffen wäre, dass aufgrund der Ausplünderung sämtlicher finanzieller Rücklagen unsere Gemeinde für das Rathaus nicht andere wichtige Vorhaben in unserer Gemeinde (siehe oben) auf Dauer verhindert werden (Schule) oder wegen fehlender Finanzierbarkeit auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben werden müssen (Kieferndamm, Brandenburgische Straße). Denn darunter hätten wir alle jahrelang zu leiden!
In der nächsten Sitzungsrunde der Gemeindevertretung soll übrigens der nächste Erweiterungsbau für eine Kita für rund 760.000€ beschlossen und auf den Weg gebracht werden. Schule und wichtige Straßen als oberste Prioritäten in unsere Gemeinde fallen also wie schon in den lezten 16 Jahren mal wieder durch den Rost!

Auch ja Populismus. Die Reden waren gehalten, der Grundstein gelegt, die Presse und Besucher gegangen, da wurde dieser Grundstein wieder geöffnet, die Urne entnommen und zum alten Rathaus gebracht.

 

 

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