Gemeindevertretersitzung vom 27.6.

Sportplatz oder Anwohner? Was war früher da? Sprachwurzelwissenschaftlich müsste das der Sportplatz sein, sonst könnten ja die dort Wohnenden keine An-Wohner sein. Wo sollten sie denn dann dran wohnen? Weiter analytisch betrachtet haben also die An-Wohner gewusst worauf sie sich beim Anwohnen einlassen. Aber wie ein altes Sprichwort sagt: Schlimmer gehts immer!
Und so war es denn auch. Denn weil in der letzten GV-Sitzung die Zeit für den Auslegebeschluss der Sportplatzerweiterung nicht mehr gereicht hat, begann die Abwägung von vorn. Zusammenfassend und einzeln. Bei den Bürgereinwendungen kam es zunächst zu Stockungen, dann die Forderung, das ganze Projekt wie schon vor 16 Jahren angedacht, dazumalen mit Germania-Aufstieg und Stadion, an den Ortsrand (auf die privaten Flächen der ehemaligen LPG-Angehörigen) zu verlegen. Die Forderung bekam eine 11:10 Mehrheit, damit war Berliner Straße-Nord, alle bisherige Arbeit, das kommunale Geld, alle Schulsport- und Vereinslogik gestoppt und gestorben. Wie heißt es so schön: Bitte keine Fakten, wir entscheiden politisch! Von Trump lernen heißt siegen lernen!! Aber vielleicht ist das kein Ende, sondern nur eine weitere Etappe: CDU und SPD wollen das erneut einreichen.
Übrigens nach Anfrage: 2 Gemeindevertreterinnen sind Mitglied in einem Schöneicher Sportverein, Männer gar nicht. 3 weitere GVs treiben Vereinssport. Und insgesamt 3, dabei 2 Doppelnennungen, haben was mit dem Eichkaterlauf und dem Familiensportfest zu tun gehabt. Soweit das sportliche Interesse der Abstimmer.
Man verzeihe mir den inhaltlichen Vorgriff, denn immerhin erst nach anderthalb Stunden war man so weit, in die eigentliche Tagesordnung einzutreten.
Zunächst ging es um die kommunale Wohnungsverwaltung. Das ist jetzt ein Regiebetrieb, also in Regie der Kommune. Favorisiert wurde von den Einreichern ein Eigenbetrieb, also eine Ausgliederung, denn das Abgesägte wär dann einfach transparent. Oder eine GmbH. Oder man hört auf den Fachausschuss. Alle fanden sich gegenseitig albern. Es bleibt zunächst wie bisher.
Vor der Bürgelschule, also seitlich in der Watenstädter, soll in einjähriger Probezeit eine Einbahnstraßen-Erprobung stattfinden. Warum eigentlich? Werden die Grundschüler wie die Kitakinder frühmorgens mit dem Auto gebracht? Miau, und was das Straßenverkehrsamt wohl dazu sagt?
Ach so, noch eine Nebenbemerkung. Wir haben eine neue Gemeindevertretervorsitzende, die Fraktionsvorsitzende der Linken. Sie will letzteres auch bleiben. Man darf auf eine neutrale Vertretervorsitzende gespannt sein! Und dann gabs noch paar neue Zutritte in der Gemeindevertretung wegen der Rücktritte. Mal sehen, was sich im kommenden letzten Jahr der Legislatur weiter so verwirbelt.

Ihre Miau-Journaille

Quelle: SchöKo 8/18

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Redaktion Schöneiche Online