Mahnwache für toten Radfahrer

(PM/ADFC) Ein 38-jähriger Radfahrer fährt am 07.06.2021 kurz vor 11 Uhr einen Waldweg („Birkenweg“) aus Richtung Friedrichshagen kommend in Richtung Fichtenau. Als er auf die Fahrbahn der Straße Alter Fischerweg gelangt, stößt er mit einem Pkw zusammen, mit dem ein 81-Jähriger in Richtung Rahnsdorf auf dem Alten Fischerweg fährt. Durch den Aufprall und Sturz erleidet der Radfahrer schwerste Verletzungen am Kopf und am Rumpf, an denen er wenig später in einem Krankenhaus verstirbt. Die Beifahrerin des Pkw-Fahrers erleidet leichte Verletzungen

Mit einer Kundgebung gedenken ADFC Berlin e.V. und die ADFC-Stadtteilgruppe Treptow-Köpenick des Fahrradfahrers.
Die Kundgebung und die #VisionZero-Fahrraddemo sind als Versammlungen angemeldet. Die Demo startet um 16:00 Uhr am ADFC-Velokiez (Möckernstraße 47, Kreuzberg) und führt hierher zur Mahnwache.
Bitte kommt zahlreich. Während der Demonstration und der Mahnwache gilt Maskenpflicht.
Getötete Radfahrende: www.geisterraeder.de

10.06.2021 17:30 Uhr
Alter Fischerweg (ca. 500 m nördlich des S-Bhf. Rahnsdorf)
Mahnwache

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RSO
Redaktion Schöneiche Online

4 Gedanken zu „Mahnwache für toten Radfahrer

  1. J Antworten

    Als Familienmitglied des Radfahrers kann ich nur sagen: Es gibt in dieser Angelegenheit nur Betroffene – ob Auto oder Rad ist einerlei. Die Schuldfrage ist was für Versicherungen und Gerichte und hilft ALLEN Betroffenen reichlich wenig.

    Die ADFC-Aktionen finden unabhängig von der Schuldfrage statt. Ziel ist es, dass keine Radfahrer im Straßenverkehr zu Tode kommen, was im Sinne aller (auto + rad) sein sollte? Was wir ändern können sind strukturelle Gegebenheiten. Fahrradwege, Warnschilder, Übergänge, Stopper, etc. Das Fahrräder systematisch benachteiligt sind oder anders ausgedrückt, das Primus des Autos nach wie vor gilt, ist ja – glaube ich – unstrittig. Das ist nachteilig für alle Verkehrsteilnehmer (auch Fußgänger). Wäre schön, wenn sich Radfahrer und Autofahrer gleichermaßen für strukturelle Besserungen einsetzen für ein gleichberechtigtes Nebeneinander.

    Medien und ihre Titel… Sie wissen das ist alles Clickbait. Mir egal, ob der Autofahrer 80 oder 20 ist. Es gibt nur Betroffene auf allen Seiten. Was genau passiert ist, wird unklar bleiben – auch wenn irgendein Gericht die „Schuld erklärt“, ändert das nix für alle betroffenden Familien (Rad + Auto). Zu sagen ein 38-jähriger Radfahrer ist ohne zu gucken über die Straße gerast, wird dem genauso ungerecht, wie ein 81-jähriger sollte kein Auto fahren. Wir wissen nicht, was in diesem Moment vorgefallen ist. Und es ist auch egal.

    An.d.Red.: zum Schutz der Persönlichkeitsrechte wurde dieser Kommentar nach Prüfung anonym freigeschaltet.

  2. W.Wrase Antworten

    Ich schreibe es im Sinne meines Vorkommentators vielleicht etwas seichter, aber in der Sache gleich!

    Ein Radfahrer kommt am Montag zu Tode. Ja, auch ich habe große Empathie für die Hinterbliebenen.
    Die Medien hoben hervor, der Radfahrer 38, der Autofahrer 81!
    Was sagt dies aus?

    Für mich:
    Der erprobte, junge, aus dem Wald kommenden 38ig-jährige Radfahrer fährt in die rechte Vordertür eines PKW, welches auf dem Weg Richtung Rahnsdorf ist. Nein, er wird nicht von der Motorhaube erwischt…
    Der 81-ig- jährige Kraftfahrer wird ob seines Lebensalters per se in Frage gestellt…
    „Darf der eigentlich noch ein Auto fahren?“

    Gestern haben selbst aus Kreuzberg Radler hierher gefunden, um ihre Anteilnahme zu bekunden, ein weißes Fahrrad steht jetzt mahnend vor Ort, gut so“!
    Nunmehr ist für längere Zeit ein Risikopunkt frühzeitig erkennbar!

    Aber und hier werde ich nicht nachlassen es in Frage zustellen.
    Diese Aktion wird vom ADFC durchgeführt, obwohl die Ermittlungen des Vorganges noch nicht abgeschlossen sind!

    Wird der ADFC auch über die „Schuldfrage“ objektiv berichten, mir fehlt der Glaube…

  3. Bösenberg Antworten

    Langsam reichts der Rad Fahrer kam ungebremst aus dem Wald rausgeschossen ohne zu zu schauen ob er gegen vehrkehr hat.,und schoss ins auto rein nicht immer hat der Autofahrer schuld. Mahnwache das ich nicht lache. Bei würde es schon lange ein fahrrad Führerschein geben mit Kennzeichen.

  4. Dr. Ralf Kalke Antworten

    Hallo ADFC, Rad- und Autofahrer von Schöneiche und Umgebung,
    ein wirklich fürchterliches Ereignis, das vermutlich viele Menschen unglücklich macht und vermutlich nie mehr loslassen wird.
    Meine Anteilnahme gilt der Familie des Radfahrers, aber auch dem Autofahrer, seiner Ehefrau und seiner Familie!
    Ich kann als ehemals beschuldigter Autofahrer in einem Unfall mit einer Radfahrerin mit glücklicherweise glimpflichen Ausgang wissend mitteilen, dass man sich in einer solchen Situation als Autofahrer elend fühlt. Egal ob man sich aktuell „schuldig“ oder „unschuldig“ fühlt, weil man den Unfall nicht verhindern konnte. Es bleibt erst mal der Fakt, dass man als mächtiger Autofahrer einen ohnmächtigen Radfahrer geschädigt hat. Da kommen die offenen oder verdeckten Vorwürfe der Passanten und (in meinem Fall auch der Polizei) dazu.

    Was will ich mitteilen?
    ADFC, in Ihrer Schilderung und meiner Ortskenntnis drängt sich mir der Verdacht auf, dass der Radfahrer möglicherweise „ungebremst“ aus dem Waldweg kommend die Straße überqueren wollte, so wie er das vielleicht schon Hunderte Male folgenlos getan hat. Der ältere Autofahrer ist vermutlich nicht mit extremer Geschwindigkeit auf dem Alten Fischerweg Richtung Rahnsdorf unterwegs gewesen, anderfalls hätte er doch sicher bremsen können, oder?
    Es bleibt dabei, der Tote und vor allem den Angehörigen gilt mein Beileid. Aber bitte bedenken sie, die Vertreter der „Fahrrad-Fraktion“, dass dem armen alten Herrn und seiner Frau möglicherweise ein Unglück w e g e n des Radfahrers angetan wurde. Die beiden, müssen nämlich mit dem Geschehen „fertig“ werden.
    Wie kann man soetwas verhindern? §1 StVO.
    Übrigens ist in meinem Fall die Radfahrerin als allein schuldig verurteilt worden.
    Mit besten Grüßen aus der Brandenburgischen Straße, Ihr Nachbar Dr. Ralf Kalke

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